Tour ins Tiroler Oberland ins Festquartier Feichtnerhof in Feichten im Kaunertal. Tagestouren nach Österreich, Schweiz, Italien. Raftingabenteuer in Imst.


Land / Region:
Österreich / Tiroler Oberland

Charakter:
Straßentour

Länge:
3020

Reisezeit:
Juni 2011



Alpentour 2011 - Tiroler Oberland - Kaunertal

Wochenlang schönes Wetter uns jetzt das:

Tag 1 – Samstag - Die Wasserschlacht der Anreise – 490 km

25 ltr. Wasser pro m2 lautet die deprimierende Vorhersage für unsere Anreise ins Kaunertal. Schlimmer konnte es nicht kommen. Wir treffen uns um 8 Uhr bei Volker. Es ist bewölkt, aber noch trocken. So bleibt es auch bis Pforzheim. Diesmal sind wir schneller als Jörg an der Raststätte. Wir tanken alle, damit wir mit dem Saft nach Österreich kommen. Immerhin ist es dort ca. 15 ct. billiger als hierzulande. Um 10 fahren wir weiter in Allgäu. In Höhe Memmingen (Entscheidungspunkt für die geplante Anreise durch die Schweiz) beginnt das Ungemach. Deshalb entscheiden wir freiwillig für die kürzeste Strecke. Es setzt jetzt heftiger Regen ein. In Höhe Reutte wird der Einstieg zum Hahntenjoch verpasst, da man kaum noch Straßenschilder lesen kann, der Verkehr die volle Aufmerksamkeit braucht. Anhalten in dieser Wasserwand ist sträflich. Also fahren wird weiter Richtung Fernpass. Dies ist am Wochenende so ziemlich die besch…..  Straße die man sich vorstellen kann. Mittlerweile gibt es kaum bei keinem mehr trockene Hände und Füße. Dieses Unwetter verlangt von uns ein Höchstmaß an Konzentration, da wir uns durch die stauenden Autos schlängeln müssen, um vorwärts zu kommen. Ein riskantes Unterfangen. Aber es geht alles gut. Wir sind ja schließlich „stauerprobt“. Notgedrungen wird am Fernpass bei strömenden Regen mal eine Notpause eingerichtet. Da läuft so manchem das Wasser rückwärts aus den Handschuhen oder über den Helm in den Kragen. Diese Wasserwand begleitet uns bis nach Feichten. Den Treff am Arlberg mit Franzi u. Bernhard hatte ich schon vorsorglich am Vortag abgeblasen. Wir erreichen Landeck und kurz darauf ist unser Quartier im Kaunertal auch schon gefunden. Triefen nass entledigen wir uns unserer Gummihäute noch vor dem Hotel – man will ja nicht mit den Klamotten so ins Hotel (****) fallen. Frierend und erschöpft von der aufgebrachten hohen Konzentration lassen wir uns in die Sessel der Lobby fallen. 490 km Regenfahrt liegen hinter uns. Die Mienen hellen sich jedoch auf, als der erste Anleger anrollt. Da ist dann so manche Müh` vergessen. Es ist jetzt 16 Uhr. Von den beiden anderen Bikern ist nichts zu sehen. Sind auf jeden Fall schon da, sagt die Wirtin. Sie wollten es trotz des Wetters nochmal wissen, sind aber wie wir auch, dem Wettergott zum Opfer gefallen. Völlig durchnässt und erbärmlich frierend stolpern Sie durch den Eingang herein und würden am liebsten die Sauna sofort aufsuchen. Aber angesichts der „Hellen“ bessert sich die Laune dann doch. Die Wirtsleut überlassen uns die 3 Garagen und wir bringen die Mopeds darin trocken unter.

Nachdem der angestaute Durst gelöscht ist, rödeln wir auf die Zimmer. Nach einer heißen Dusche sieht die Welt dann freilich wieder anders aus. Wir haben ja „All in“ gebucht, also geht`s runter ins Restaurant. Nach der Stärkung und einem halben werden die Shirts verteilt. Brav ziehen die Jungs das neue Stöffchen (Postgelb) mit der Aufschrift „TIROL 2011“ über. Die Welt ist wieder in Ordnung. Franzi ist heuer Tourguide. Er hat das Programm angerichtet. Tourenpläne werden verteilt. Wir wollen ja die bunten Linien Wahrheit werden lassen. Wir nehmen uns erstmal alles vor. Man wird sehen was der Wettergott diese Woche zuläßt. Heute sollte es spät werden, bis alle Sprüche raus sind…………………….

 

Tag 1 Sonntag – Das Stilfser Joch und der Süden – 310km

„Das Ding was keiner braucht“ lautet die allgemeine Definition. Aber unsere weniger bergerfahrenen Neulinge brennen auf den Pass. Also geben wir schließlich nach und widmen uns dem Unvermeidlichen. PeterS montiert seine neu erworbene HD-Cam am Moped. Mal sehen was das diesmal für spektakuläre Videos gibt. Das Wetter ist noch labil heute Morgen. Für den Süden ist jedoch Besserung in Sicht. Wir starten nach Samnaun, tanken dort, dann bessert sich tatsächlich nach dem Reschen das Wetter und am Einstieg zum Joch scheint sogar mal wieder die Sonne. Es kann nur besser werden. Die Neulinge am Pass schlagen sich tapfer. Auf Passhöhe nach - ich glaube 48 Kehren - ist richtig was los. Anhalten tut hier scheinbar jeder. Na ja, macht bei nur 6 Grad nicht wirklich Laune. Nach Bormio geht es via kleiner Nebenstraßen und dem Fraele Pass zum Pso di Foscagno. Vorher jedoch versucht Franzi zum Lago di Cancano und Lago Fraele zu gelangen. Nach Denzel sollte dies auch möglich sein. Schotter und ein Verbotschild verwehren uns jedoch den Aufstieg. Schließlich erreichen wir das Zollfreigebiet von Levignio. Am Ende des Sees legen wir eine Pause ein. Jetzt bleibt nur noch der kostenpflichtige Tunnel in die Schweiz (EUR 10) zum Ofen Pass oder das Unterengadin. Wir entscheiden uns für den Tunnel, verlassen diesen nach links und steuern somit Zernez an. Die breiten, gut ausgebauten Straßen in der Schweiz sind eine wahre Pracht – und wenn man die Geschwindigkeit penibelst einhält droht auch keine allzu große Gefahr für den Geldbeutel. Auf dem Heimweg nehmen wir noch die herrlichen Bergaufkehren bis zur Norbertshöhe mit. Wir erinnern uns hier gern an 2004. Zurück im Kaunertal freuen wir uns schon auf „unsere Baustelle“ mit der schönen bunten Ampel, die uns jeden Tag ihr rotes Licht entgegenwerfen sollte. So ca. 10 Verweil-Minuten sind fast immer drin. Man gewöhnt sich an alles. Doch der Anleger lässt die „Müh und Plag“ des Tages schnell wieder vergessen. So sind die Mopedfahrer halt – oder?

 

Tag 2 – Montag – Arlberg – Silvretta – 274 km

Heute wagen wir uns angesichts schönen Wetters wieder mal in den Norden. Raus aus dem Kaunertal (und seiner Ampel) nach Landeck. Durchs Stanzertal geht es rauf zum Arlberg. Weite übersichtliche Straßen verleiten zum cruisen. Die Landschaft hat was. Nach dem Arlbergpass kommt ganz unvermutet und kaum merkbar der Flexen. Von 1700m geht es zum Hochtannbergpass runter auf 1400m. Durchs große Walsertal erreichen wir Bludenz. Ein kurzer Abstecher bringt uns dann ins Silbertal. Hier verlieren wir PeterS mal kurzzeitig. Dank Helmfunk (via Handy) lotsen wir ihn wieder zu unserem Standort. Kaum angekommen montiert er seine „Go Pro Hero“ mittels Klebepatt auf dem Helm – ob das wohl hält? Zur Sicherheit wird noch ein Fangriemen montiert. PeterM stellt hierfür den Trageriemen seiner Spielgelreflex zur Verfügung. Ist jedoch nicht nötig – wie sich herausstellt. Der Pad halt auch so. Nach kurzer Pause entscheidet Tourguide Franzi nicht bis zum Ende des Silbertales weiterzufahren, sondern sofort zur Silvretta aufzubrechen. Also machen wir uns wieder auf den Weg. Die Kamera auf dem Helm sieht schon seltsam aus – egal, wenn sie nur gute Bilder macht. Der Aufstieg zur Bieler Höhe ist grandios. Die mautpflichtige Straße (10,50) lässt sich wunderbar schwingend bis zur Kammhöhe erklimmen. Abwärts sind die Straßen großzügiger und man kann ordentlich Speed geben. Zurück in Landeck wartet – wie immer – die Ampel.

 

Tag 3 – Dienstag – Die Via Mala Schlucht, der Albula und Flüelapass –Ein Ausflug in die Schweiz – 345 km

Übers Unterengadin geht`s heute nach Susch und über den 2400m hohen Flüela nach Davos, dem Schweizer Kult-Ski-Ort. Der Ort scheint bei der Durchfahrt kein Ende zu nehmen. Man kann hier nicht erkennen, dass die Saisoneigentlich vorüber ist, denn die Straßen sind voller Urlauber und Besucher. Eine wunderschöne Mopedstrecke bringt uns runter nach Tiefenkastell unweit des Arosatals (Unfall Günther 2004). Wir nehmen jedoch nicht den Weg über die Lenzer Heide und orientieren uns weiter nach Süden. Franzi möchte zur Via Mala Schlucht. Ein beeindruckendes Naturdenkmal in den Schweizer Bergen. Am Schluchteinstieg angekommen packen PeterM und Franzi die Turnschuhe aus und machen sich an den Abstieg in die Schlucht. Der Rest zieht es vor „oben“ zu warten, einen Espresso zu trinken, in der Sonne zu sitzen oder zu entspannen. Es ist mächtig heiß um die Mittagszeit. Geschafft kehren die Beiden dann zurück und wir starten nach einer kurzen Erfrischung. Hinter Tiefenkastell nehmen wir die Parallelstrecke über den Albula in Angriff. Aus der Vergangenheit wissen wir, dass die Straße eng und holprig ist. Eng ist sie teilweise immer noch, jedoch ist der Belag diesmal etwas besser als in 2004. Große Schneeflecken erwarten uns dann auf der Passhöhe in 2321m. Noch auf Paßhöhe entscheiden wir, die nur 10 km längere Strecke über den genial ausgebauten Ofen Pass zu wählen. Die richtige Entscheidung – sollte sich herausstellen. Sofort setzt sich eine Gruppe zum flotten cruisen ab. Hier kann man richtig Speed machen. Der Belag ist herrlich und die Kurven weit und übersichtlich. In Clurns ist der Spuk allerding vorbei. Der Reschensee mit seiner viel befahrenen Straße wartet bevor wir an unserer Ampel vorbeikommen.

 

Tag 4 – Mittwoch – Das Rafting Abenteuer – 3 Biker zum Timmelsjoch – oder was sonst noch so los war

Heute spielen wir eine gemischte Partie. 5 Biker wagen sich auf`s Wasser des Inn im Bereich der Imster Schlucht. 3 Biker visieren das Timmelsjoch an und gelangen an den Rand der Dolomiten.

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Zu „ nachtschlafender Zeit“, morgens um 8 Uhr, saßen Franzi, Peter S, Peter M, Werner und Bernhard auf den Mopeds. Die Anfahrt zum Wiggi-Rafting nach Haiming betrug ca. 78 km. Durch leichten Berufsverkehr behindert, trafen wir um 10:30 Uhr vor Ort ein.

Als „ Gummibootkapitän “ wurde uns Kevin zugeteilt. Ein äußerst lustiger stark muskulöser australischer Urtyp mit langen zotteligen Haaren, T-Shirt, Sonnenbrille, Gummihose, darüber einen Short aus Stoff und Turnschuhe. Er spricht nur englisch, so dass einige von uns zwischendurch bestimmt Verständigungsschwierigkeiten hatten.

Zuerst wurden uns Neopren-Anzüge und Schuhe, Schwimmweste, Helm und Paddel übergeben. Das Anziehen der engen Anzüge war schon ein Erlebnis, da auch die kleinen „ Pilsröllchen “ da hinein gezwängt werden mussten.

Nach einer 30 minütigen Autofahrt kamen wir zum Startpunkt der Expedition. Schlauchboot abladen, und dieses dann 50 m durch den Wald bis zum Flussufer schleppen. Bernhard verlor bei der überkopf Trageaktion seine letzten drei Haare, da er der größte war.

Nach der Trocken-Einweisung am Fluss waren dann auch die Kommandos klar und  verständlich. Eine Abkühlung im Inn war erforderlich und gleichzeitig erfrischend. Die Sonnenteperatur lag bei ca. 23°C, die Wassertemperatur bei ca. 16 – 17 °C.

Auf dem Wasser ging`s dann in ca. 90 Minuten, erst durch etwas ruhige Gewässer, in denen wir auch aussteigen und schwimmen konnten, aber dann mit heftigem Wellengang, bei dem ein Höhenunterschied von geschätzten 1,50 m nicht selten waren.

Kevin machte seine Späße und lenkte das Schlauchboot perfekt, so wie er es wollte. Quer zur Fließrichtung rief er dann „ linke Seite Tequila “. Dies war die Aufforderung, dass sich die links sitzenden rückwärts ins Wasser beugen und von den Wellen überflutet wurden. Selbstverständlich waren in der nächsten Situation auch die rechts im Boot sitzenden dran.

Die Aufnahme der freiwilligen und unfreiwilligen Schwimmer ins Boot, war ein weiteres lustiges Highlight. Im Alleingang kaum zu schaffen, aber . . . der Griff eines Insassen in die obere Schwimmweste und ein kräftiger Ruck klärte jede Situation.

Leider verging die Zeit viel zu schnell, bis wir nach ca. 14 Fluss-Kilometern wieder in Haiming am Anlegesteg waren.  Und wieder hieß es aussteigen und das Boot die steile Treppe hoch auf den bereitgestellten Anhänger tragen.

Nach einem kurzen Fußweg erreichten wir wieder die Basis von Wiggi-Rafting. Abschließend wurde ein kleines Schnäppschen auf Kosten des Hauses serviert und selbstverständlich getrunken.

Am frühen Nachmittag fuhren wir dann wieder zurück in unser Hotel nach Feichten im Kaunertal. 

Fazit: Tolle Aktion, die irgendwann wiederholt werden muss. Vielleicht auch einen Schwierigkeitsgrad höher in der Ötztaler Ache.

 

Jörg, Volker und Dittes wagen an diesem Tag die große Runde, nachdem Jörg uns am Vorabend von „seinem genialsten Pass aller Zeiten“ so vorgeschwärmt hat. Die Tour ist im Navi schnell gezimmert. Mindestens 400 km sagt das Gerät voraus. Also starten wir heute mal etwas früher. Kurz vor Ende des Kaunertals. Nach der Ampel setzt Regen ein, deshalb fahren wir der kürzesten Route folgend über den Kaunerberg und die Pillerhöhe ins benachbarte Pitztal. Von hier ist es dann nicht mehr weit bis ins Ötztal  und dem Aufstieg zum Timmelsjoch. Das Wetter bessert sich und wir sind guter Dinge. An der Mautstation erhalten wir gegen einen Zusatzbonus auch das Rückfahrtticket für „nur“ 14 EUR. Hinauf führt auf der Österreichischen Seite die bekannte, weit schwingende, gut ausgebaute Betonpiste. Die Scheitelhöhe auf 2509 m Höhe ist bald erreicht. Die Abfahrt nach St. Leonhard ist mittlerweile sehr gut restauriert, macht jedoch nicht wirklich Laune, weil sich nun mal enge Passstraßen besser von unten nach oben fahren lassen. In Bozen angekommen sucht Jörg unmittelbar den Einstieg zum Passo Mendola. Hier verliert Jörg uns nicht mehr aus dem Rückspiegel. Tatsächlich – so hatte ich den Pass seit 2003 nicht mehr in Erinnerung. Weite Kehren und Kurven mit gut ausgebauten Überhöhungen des Kurvenradius laden förmlich zum Gas geben ein. Wir machen dann auch reichlich Gebrauch davon. Man hat das Gefühl, diese Kurven enden nie, bis dann unvermittelt die Passhöhe unspektakulär erreicht ist. Wir halten uns nicht mit einem Stopp auf und besteigen direkt das Gampenjoch. Beim Abstieg nach Meran braut sich dann am Himmel was ganz Übles zusammen. Wir schlüpfen in die Gummihaut. Keine Minute zu früh – sollte sich herausstellen. In Meran schüttet es wie aus Kübeln. Anfangs glauben wir noch an eine Rückfahrt über den Pso Rombo, aber nur im Westen sind leicht hellere Flecken am Himmel zu erkennen. Da man von Wasser auf dem Moped mittlerweile die Schnauze voll hat, machen wir uns also auf den langweiligeren Rückweg via Val Venosta. In Schlanders klart es dann endlich auf. Wir pellen uns aus dem Gummi und fahren via Reschen „nach Hause“. So um die 400 km waren es damit heute. Haben den Anleger also so richtig verdient.

 

Tag 5 – Donnerstag – Versuch Timmelsjoch oder 2x Hahnten und das Namloser Tal samt Lechtal – 200 km

Heute machen Jörg und PeterM mal einen Lauen, zumal Peter morgen heimfahren muss. Jörg besorgt Glimmstengel in Samnaun für Doris und PeterM vergnügt sich in der Umgebung.

Der Rest bleibt dran. Man ist ja nur einmal hier unten – oder? Wir versuchen also (s. Vortag) über die Pillerhöhe ins Ötztal zu gelangen. Starkregen ab der Pillerhöhe zwingt uns jedoch in Imst zum Umdenken. Nur im Norden scheint das Wetter noch einigermaßen stabil zu sein. Somit ist das TJ erst mal gestorben. Dittes gibt vereinbarungsgemäß Bschlabs ein und siehe da, wie gewünscht klart es auf, der Aufstieg zum Hahntenjoch gelingt meist trockenen Fußes. In Bschlabs kehren wir im Gasthof zu Gemütlichkeit ein, stärken uns und fahren dann weiter bis zum Bewangertal (Namlos). Die Strecke wurde vor Jahren neu asphaltiert und ist flott befahrbar. In Bichelbach fahren wir hoch Richtung Reutte (schon fast wieder Heimweg). Kurz vor Reutte biegen wir links ins Lechtal ab um dann in Elmen erneut das Hahntenjoch zu beglücken. In Imst erwischt uns erneut heftiger Regen, der den geplanten Ausflug ins Kühtai leider zunichte macht. Der Regen begleitet uns nun bis zurück ins Hotel Feichtnerhof im Kauner-Naßfeldtal. Um 16:00 Uhr sind wir zurück und so manchen zieht`s nach dem 3. Anleger in die Sauna. Heute abend gibt`s Fondue. Wir sind schon gespannt darauf. Pünktlich laufen wir im Restaurant ein. Tatsächlich pro 4 Personen steht ein Topf auf dem Tisch. Mal was Andereres heute. Es schmeckt – übrigens wie jeden Tag – super gut. Nur was macht man am Ende der Fondueschlacht mit der Brühe? Die  man doch nicht so einfach so wegschütten, oder? Die Idee kommt von PeterM. Er bestellt zur Verwunderung der beiden jungen, hübschen Bedienungsschwestern 3 rohe Eier. Den Bikern wird nichts verwehrt. Die jungen Damen staunen nicht schlecht, als Peter Eierstich in dem einen Topf zaubert. Schnell ist der Topf (die Suppe) dann auch vertilgt. So - jetzt ist gut. Widmen wir uns wieder den verschiedenen Spirituosen und Getränken. PeterS entscheidet sich, wenn er nun mal schon da ist, dem Timmelsjoch samt angrenzenden Gipfeln eine 420 km Tour abzustatten. Sogleich ist der Kurs programmiert. Er nimmt das Navi mit und wird morgen berichten.

 

 Tag 6 – Freitag – Martelltal – Rojental und Rescheneralm auf 2020 m über dem See – 245 km – PeterS auf großer Tour

Heute mal etwas lower. PeterM fährt heute schon aus privaten Gründen nach Hause. Wir biken wieder mal gen Süden und biegen bei Schlanders rechts in Martelltal ein. Wir waren 2004 schon mal da. Am Endpunkt wird das obligatorische und vergleichbare Foto am Zaun gemacht (diesmal mit Hut). Wir waren also wieder da. Die Strecke nach oben gefällt durch viele enge Serpentinen. Man kann die Straßenstufen von unten gut erkennen, wie sich die Mopeds nach oben kämpfen. Streunende Kühe machen uns das zügige Fahren manchmal schwer. Das Martelltal reicht weit ins Ortlergebirge hinein. Man hat eine herrliche Sicht von hier oben auf die schneebedeckten Gipfel. Auf gleichem Weg fahren wir zurück bis zwischen den Haider- u. Reschensee. Franzi findet den fast unkenntlichen Einstieg ins Rojental hoch oben über dem Reschensee. Manchmal können wir auf dem engen Gässchen einen kurzen Blick auf den See erhaschen. Vorbei an den Skistationen fahren wir entlang des Rojenbaches Richtung Norden. Die Gasse wird enger und manchmal liegt `ne Menge Laub, Äste und Geröll „uff de Gass“. Im 2. Anlauf gelingt es Franzi nach Hinterfragen bei Fahrradfahrern den Einstieg zur Reschneralm zu finden. Ein Schild „Straße befahrbar auf eigene Gefahr“ verkündet nichts Gutes. Aber wo Kühe auf der Weide sind gehören Metallkühe doch schließlich auch hin. Der Weideweg mit querenden Wasserrinnen entpuppt sich als unser Meisterstück für diesen Tag. In Schritttempo geht es aufwärts. Kommt ein PKW, ist es ein Zufall wenn man aneinander vorbei kommt. Ansonsten nur Wanderer und Mountainbiker. Endlich sind wir oben. Übrigens die einzigen motorisierten Gäste heute. Ein herrlicher Rundumblick bis zum Turm im Reschensee entlohnt für die Mühe. Das Gemaule von Volker geht angesichts des herrlichen Blickes auf den See vollständig unter. Was hat er von seinen Reifen geredet?………! Nach einer Stärkung machen wir uns an den nicht minder schwierigen Abstieg. Danach ist das Kaunertal nicht mehr weit und der letzte Ableger wartet. PeterM wird sicherlich schon zu Hause sein. PeterS kommt auch bald nach 420 strammen km an. Er hat das Plansoll erfüllt, musste dabei aber auf großzügige Pausen verzichten.

 

Tag 7 – der Tag über den man am besten nicht redet

Ausgecheckt und heim könnte man wie immer sagen. Abschied vom All Inclusive. Gegen 10:30 Uhr kommen wir weg. Franzi und Bernhard haben schon am Vortag die Mopeds aufgesattelt und starten mit ihrem „Hänger“ noch vor uns. Wir beschließen einen möglichst kurzen Nachhauseweg, ohne jedoch langweiliges Terrain zu nutzen. Es geht via Arlberg-Flexen-Hochtannberg nach Bludenz und von hier durch den Bregenzerwald via 200 zum Bodensee nach Bregenz. Auf der deutschen Seite wartet dann in Lindau die Autobahn auf uns – na ja der Rest ist Geschichte – Peter gibt Gas und ist so etwa eine halbe Std. früher zu Hause als wir. In Pforzheim verabschieden wir uns wie immer von Jörg. So gegen 17:00 Uhr sind wir dann alle zu Hause. Gerade mal noch genug Zeit um nach Schaafheim zu fahren. – Zum wirklichen Ableger wie jedes Jahr. Was heißt übrigens Ableger – Ableger hatten wir auf der Tour nun wirklich keinen im klassischen Sinne. Wir fahren ja alle ordentlich – oder?

Mal wieder eine gelungene Woche dank den Planungen von Bernhard und Franz. Nochmals Dank an Franzi für die ausgezeichnete Führung und damit auch gute Vorbereitung.

 

Dittes/Bernhard 08.07.2011

 


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