Drei kurzweilige Touren im Im Elsass zum Saisonauftakt. Ein Kurvenparadis rechts des Rheins für Geniesser. Die Tour eins führt über Cerney über die Routes des Cretes zum Grande Ballon und etliche, hier Col genannte Pässe zurück nach Obersolberg. Den Originalbericht mit weiteren Fotos findet ihr unter: http://www.mfst-indersdorf.de


Land / Region:
Frankreich / Elsass/ Vogesen

Charakter:
Straße

Länge:
225km

Reisezeit:
April bis Oktober



Saisonauftakt im Elsass - Mai 2012

Mi. 16. Mai:

Die Wintersaison ist endlich vorbei und unsere traditionelle Saisonauftaktstour zum Vatertag steht an. Wieder einmal treffen sich Andrea (Triumph Street Tripple), Peter (BMW F800GS), Uli  (Yamaha XJ 900 Diversion) und Michael (BMW R200R) bei Regenwetter. In Sulzemoos warten wir vergeblich auf Norbert (BMW R1200R). Nach einer halben Stunde Wartezeit melden wir unsere Weiterfahrt per SMS und fahren auf der A8 weiter Richtung Westen. Regen und Graupelschauer begleiten uns, so dass wir die in Merklingen geplante Abfahrt verschieben.

Erst auf der A98 wird dass Wetter besser so dass wir die Anschlussstelle Rottenburg nehmen um über Land weiter zu fahren.  Über Horb am Neckar und –Alpirsbach und Schenkenzell schwingen wir nach Schramberg. In Schenkenzell machen wir eine kleine Kaffeepause im Gasthaus/Hotel Waldblick. Das „Waldblick“ ist schon deshalb erwähnenswert weil wir selten so freundlich mit Handschlag begrüßt wurden wie hier. Die Schwarzwälder Kirschtorte ist Hausgemacht und gut. Bei einem kleine „Schwätzle“ mit der Wirtin hören wir auch, dass das Haus über das lange Wochenende durch Biker ausgebucht ist. Man sollte sich diese Adresse wohl für eine der nächsten Ausfahrten merken.

Auch Norbert hat sich gemeldet. Wir werden ihn am Zielhotel treffen. Wegen des starken Regens ist er schon im Münchener Verkehr stecken geblieben.

Wie im Flug vergeht die restliche Zeit bis wir über kurzweilige Straßen vorbei an Haslach, Kenzingen in Wyhl am Kaiserstuhl den Rhein überqueren.

Colmar und Munster dann sind schnell erreicht. Ein letztes Schmankerl ist die schmale Auffahrt durch den Wald zum Hotel „Obersolberg“.

Michael 2 ist mit seiner TDM 850 auch gut angekommen und wartet schon auf uns.

Rechtzeitig zum (leckeren und umfangreichen) Abendessen trifft auch Norbert ein.

Do. 17. Mai:

Wenn man sich am Obersolberg über eines  nicht Beschweren kann ist es Lärm. In absolut ruhiger Umgebung habe ich wunderbar geschlafen. Nach dem Frühstück fahren wir uns durch einen typischen Elsässer Wald auf der kleinen kurvigen D40 warm. In Wintzfelden stößt wieder Norbert, der leider wegen seiner späten Anmeldung in unserem Hotel kein Zimmer mehr erhalten hat, zur Gruppe.

In Cernay treffen wir auf Maria und Holger (beide auf Kawasaki Zephyr 750) die mit dem Autozug aus Hamburg nach Lörrach angereist sind. Es ehrt uns dass die Beiden die weite Anreise angetreten sind um mit uns das lange Wochenende zur verbringen. Aus Cernay heraus begleiten uns dann auch schon die ersten Störche.

Wir folgen der gut ausgebauten „Route des Gretes“. Kurve um Kurve schwingen wir auf der bestens ausgebauten Straße erst  über den „Col du Herrenfluh“, dann „Col du Silberloch“ dem Grand Ballon entgegen dass es eine wahre Freude ist. Der Fahrspaß wird kurz vor dem „Col du Amic“ jäh von einem entgegenkommenden schwarzen Peugeot gestört. Auf Grund überhöhter Geschwindigkeit verliert der Heißsporn in der Kurve die Kontrolle über sein Fahrzeug, und rammt den uns vorausfahrenden Renault Clio, so dass uns nur die Flucht in den Grünstreifen bleibt. Herumfliegende Plastiktrümmer treffen mich zwar, verursachen aber keine weiteren Schäden. Der Blick zurück lässt beruhigt erkennen dass keinem unserer Gruppe etwas geschehen ist. Doch leider ist der Unfallverursacher längst auf Nimmerwiedersehen hinter der nächsten Kurve verschwunden. Mögen ihm bei der nächsten, nächtlichen Ausfahrt irgendwo im Nirgendwo sämtliche Kolben fressen und das Getriebe an Zahnausfall leiden.

Nach diesem kurzen Intermezzo gönnen wir uns am „Grand Ballon“ die erste Stärkung.

Auf dem Parkplatz tummeln sich heute neben den üblichen Bikes auch kleine Gruppen Renault Alpine A310, Alfas aus demselben Jahrzehnt und natürlich die obligatorische Porschesammlung.

Gestärkt gleiten wir dann bei Sonnenschein Kurve um Kurve die breite D27 hinunter nach Wildenstein. Die etwas schmälere Route zum „Col de Bramon“ hat von der Streckenführung schon alpinen Charakter. Kehre um Kehre folgt begann, ungetrübter Fahrgenuss nur gestört von selbstquälerischen Rennradfahrern die PKW und Biker zu manchmal riskanten Überholmanövern verleiten.

Den Abzweig zum „Rothenbach Kopf“ hätte ich fast verpasst. Durch das abrupte Abbiegemanöver bin ich nicht sicher ob alle 8 den Schwenk mitbekommen haben und zähle die mir folgenden Scheinwerfer …passt so. 

Doch nachdem wir auf der einspurigen Waldstraße bald von einem Trio einheimischer überholt werden, ist klar wir haben Verluste zu vermelden.

Andrea, Peter und Michi II sind weg. Norbert dreht zwar noch einmal um, aber die Drei sind wohl schon den direkten Weg zum „Col de la Schlucht“ gefahren.

Wie dem auch sei, Peter hat die Tagestour auch auf sein Navi geladen und wird möglicherweise der Route folgen. Also weiter über den Col de la Schlucht, dem „Col du Lousenbach“ zum „Col Bonhomme“.

Am  Bonhomme treffen sich vorzügliche Motorradstrecken aus jeder Himmelsrichtung. So machen wir die nächste Baguette Pause direkt an der großen Kreuzung in „Joes Bar“. 

Heute werden wir 8 wohl nicht mehr zusammenfinden. Also begeben wir uns zu unseren Motorrädern um die letzte Etappe der urve um  Einstiegstour zu meistern. Kurve um Kurve treibt es uns durch das warme Licht der Abendsonne. Namen wie „Col du pre de Raves“, „Col du Bagnelles“, „Col du Haut Ribeauville“ und „Col du Freland“ wischen am Straßenrand auf dem kurvenreichen Weg zum Hotel an uns vorbei.

Auch die drei verlorenen Freunde sind schon gut im Hotel angekommen…..

 um dann ab Merklingen die A8 nach München zu nehmen.


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