Mrz 202013
 

Ein Verlag mit Standort in Euskirchen muss einfach eine Tour mit dem Thema „Ahr“ im Programm haben! Wie in der Halfpipe geht es rauf und runter, immer mit der Ahr im Blick oder wenigstens in der Nähe. Diese Tour machen wir mit Freunden, die die Ahr noch nicht kennen.


Land / Region:
Deutschland / Rheinland

Charakter:
Kleine und etwas größere Straßen

Länge:
160 km

Reisezeit:
ganzjährig



Die Tour startet in Weilerswist südlich von Köln, gleich gut zu erreichen über die A1 und die A 61. Zur Ahr geht es in Richtung Süden durch die gemütlichen Voreifeldörfer Groß Vernich, Müggenhausen, Ollheim, Essig, Odendorf, Palmersheim und Flamersheim.

Ab Loch wird es richtig schön. Über Todenfeld und Berg erreichen wir die ersten weiten Ausblicke auf die Eifelberge. Kurz hinter Freisheim steht rechts unter einem Baum eine Bank, an der wir meist die erste Rast machen. Hinter Krälingen dann die erste Abfahrt mit wunderbaren Kurven in Richtung Kreuzberg. Wir folgen der Ahr ein Stück bis Ahrbrück. Dort biegen wir rechts ab in Richtung Lind. Auf einer kleinen Straße geht es wieder den Berg hoch. Wir passieren Lind, schwingen uns noch durch ein paar schöne Kurven und biegen dann links ab Richtung Liers/Obliers. Es folgt das, was wir das Stilfser Joch der Eifel nennen. Nur sieben Kehren, aber was für welche! Durch das Liersbach-Tal erreichen wir wieder die Ahr und folgen ein Stück der B 257, die wir in Dümpelfeld Richtung Insul wieder verlassen. In Insul biegen wir wieder rechts ab und überqueren die Ahr auf einer hübschen Steinbrücke. Auch hier ist vor der Brücke ein schönes Plätzchen für eine Rast. Wer schon Hunger hat, kann sich die Schnitzel- oder Kaffeekarte vom Hotel Ewerts gleich nebenan anschauen.

Die Straße schwingt sich in weiten und auch engen Kurven hoch zum Schweißberg. Wir passieren Sierscheid und folgen in Harscheid wieder der Schwerkraft nach unten. Nach weiteren Abstiegskurven erreichen wir Schuld und damit wieder die Ahr. Wir folgen ihrem Lauf flussaufwärts ein Stück bis Fuchshofen. Dort biegen wir links ab, durchfahren den Ort und kommen sehr kurvig auf die kleine Straße nach Reifferscheid. Wie auf einer Kammstraße öffnen sich nach allen Seiten wunderschöne Eifelblicke. Kurz hinter der höchsten Stelle steht direkt hinter einer Rechtskurve eine Bank. Auch hier kommen wir selten vorbei, ohne anzuhalten und die Aussicht zu genießen. Über Honerath geht es hinunter nach Adenau.

Was wäre eine Ahr-Tour ohne einen Abstecher zum Nürburgring? Über Breidscheid und Meuspath erreichen wir die B 258 und müssen dann nur noch rechts abbiegen. Rund um die Nürburg gibt es genug Gelegenheiten, eine ausgedehnte Rast einzulegen. Wer Hunger hat, findet auch etwas zu essen, wir heben uns aber meist die Essensrast für später auf. Dazu dann mehr.

Wenn wir viel Zeit haben, fahren wir noch ein „Ohr“ in die Tour und kommen über Drees, Nitz, Niederbaar, Oberbaar, Herresbach und Siebenbach zur B 412, die wir fast sofort wieder in Richtung Norden verlassen. Man kann aber auch sofort die B 412 bis zum Abzweig nach Jammelshofen nehmen. Dort bietet sich ein interessanter Stopp an. Im Classic-Race-Museum stellt Herr Erpelding viele Motorräder aus vergangenen Zeiten aus. Kaffee und Kuchen gibt es dort auch.

Anschließend nehmen wir die Straße nach Kaltenborn und fahren über Herschbach durch das Kesselinger Tal nach Kesseling und weiter nach Ahrbrück, wo der Kesselinger Bach in die Ahr mündet. Hier biegen wir rechts ab auf die B 257, folgen der Ahr flussabwärts und erkennen, dass wir dieselbe Straße vorhin schon gefahren sind. Aber nach ein paar Kilometern biegen wir ab nach Altenahr. Hier finden wir – in der Sommersaison durchgehend – immer eine hervorragende, kreative, regionale und preiswürdige Küche im Hotel Ruland an der Brückenstraße (nein, wir haben dort keine Aktien und werden auch nicht für Werbung bezahlt!)

Danach folgen wir der Ahr auf der B 257 flussabwärts und lernen die hübschen Weindörfer Mayschoss und Rech kennen. Beide lohnen einen Extra-Aufenthalt, ebenso wie Ahrweiler und Bad Neuenahr weiter in Richtung Flussmündung. Besonders die Winzergenossenschaft Mayschoss, eine der ältesten (und besten!) Deutschlands, bietet eine eindrucksvolle Kellerbesichtigung mit Weinprobe an. Unsere Fahrt ist noch nicht zu Ende, daher übertreiben wir es nicht mit der Probe und packen lieber eine oder zwei Flaschen in den Tankrucksack.

Kurz vor Dernau biegen wir links ab und bekommen ein letztes Mal die Gelegenheit, uns hoch zu schwingen, dieses Mal durch die Weinberge mit einem weiteren wunderschönen Aussichtspunkt. Wie abgeschnitten hören die Reben kurz vor Esch auf, wir fahren weiter bergauf zum Autobahnzubringer. Wer mag, fährt noch über die Dörfer zurück nach Weilerswist, und die, die schon genug Zeit mit dieser Tour verbracht haben, nehmen die A 61 Richtung Heimat.


Trackviewer und Höhendiagramm werden Ihnen präsentiert von www.GpsWandern.de.

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