Motorradtour im zentralen Masuren (Polen) überwiegend jenseits großer Landstraßen in Mitten wunderschöner Natur.


Land / Region:
Polen / Masuren

Charakter:
Straße

Länge:
396/ 259/ 415 km

Reisezeit:
Mitte Mai bis Ende Juli



Liebe(r) Motorradfahrer(in),

 

als ich mich auf unseren Motorradurlaub 2013 in Masuren (Polen) vorbereitet habe,

war ich vom Downloadangebot für GPS-Touren in den bekanntesten Portalen insbesondere

der der Motorradzeitschriften bitter enttäuscht. – Es gab hier nicht eine einzige Information

und Downloadmöglichkeit!

 

Nun ist Masuren (Polen) zwar nicht gerade mit den Dolomiten (Italien) vergleichbar,

da hier insbesondere die Kurven und Spitzkehren fehlen, und der schlechte Bekanntheitsgrad

dürfte ebenfalls dazu beitragen, daß diese Region bisher bei den meisten vernachlässigt

oder gar nicht erst berücksichtigt wurde.

 

Dies möchte ich nun hiermit ändern und veröffentliche daher sämtliche von uns im

Motorradurlaub 2013 in Masuren (Polen) abgefahrenen Motorradtouren inklusive

der Wegpunkte der wichtigsten Sehenswürdigkeiten.

 

Ein Motorradurlaub in Masuren (Polen) ist etwas ganz anderes als es die meisten von

Euch bisher unternommen haben dürften. Die Infrastruktur läßt vielerorts sehr zu wünschen

übrig und auch wenn wir zu 98% auf befestigten und asphaltierten Straßen unterwegs

waren, so wird sowohl vom Fahrer als auch dem Motorrad eine gewisse ‚Schüttelfestigkeit‘

gefordert. – Einige geteerte Straßen bestehen komplett aus Flicken und sehr tiefen Schlaglöchern,

jedoch sind die von mir ausgearbeiteten Motorradtouren in Masuren (Polen) alle mit Tourern und

(Reise-) Enduros befahrbar.

 

Entschädigt wird man hierfür aber ständig von einer grandiosen Schönheit meist noch

völlig unberührter Natur. So führen gut 70% meiner Motorradtouren direkt durch dichten

Wald, unzählige und teilweise oben geschlossenen Baumalleen, Lichtungen und Seengebiete

und sind somit ein Paradies für Naturfans. Auch der Wassersport kommt insbesondere im

Gebiet rund um den Fluß ‚Krutynia‘ mit zahlreichen Möglichkeiten auf Paddeltour zu gehen

oder in touristischen am See gelegenen Orten Segel- oder Motorboote sowie auch Wasserski-Jets

ausleihen zu können nicht zu kurz.

 

Und wer auch mal den einen oder anderen Tag ohne Motorrad verbringen möchte der

kann z.B. auch teilweise ganztägige Schiffstouren im sehr großen Seengebiet unternehmen.

In Mikolajki (Nikolaiken) bietet sich zu dem auch die Möglichkeit die Erlebnisbadewelt

des Hotels Golebiewski mit einer sehr großen Wasserlandschaft mit unzähligen Schwimmbecken

drinnen und draußen, Wellenbad, Whirlpools der Superlative, Salzgrotten, Sauna etc. zu besuchen.

Somit dürfte es auch bei schlechtem Wetter genügend Alternativen geben.

 

Die beste Reisezeit nach Masuren (Polen) ist ab Mitte Mai bis Ende Juli. Hier ist die Natur

in sattem Grün getaucht, die Natur- und Pflanzenwelt zeigt sich von ihrer besten Seite und

das Land der ‚Störche‘ macht seinem Namen alle Ehre. Anders als bei uns in Deutschland

leben hier zu dieser Zeit unzählige Störche und andere Vögel. In fast allen kleineren Ortschaften

befinden sich auf den Strommasten viele Storchennester, die zumeist auch komplett

belegt sind. Auf den Feldern sind ganze Heerschaaren von Störchen zu sehen und damit

ein gutes Fotomotiv.

An Sehenswürdigkeiten findet man überwiegend 2 Gruppen in Polen – Geschichtliche

(2. Weltkrieg) und kirchliche der streng katholischen Gläubigen dort.

 

Aus unserer Erfahrung heraus kann ich sagen, daß Nikolaiken (Mikolajki) von den

touristischen Orten von der Infrastrukrur am besten entwickelt ist und man hier

alles findet was das Herz begehrt. Nicht umsonst wird dieser Ort in den Reiseführern

als ‚masurisches Venedig‘ bezeichnet. Damit eignet sich dieser Ort perfekt als Ausgangspunkt

für Motorradtouren sowie Wassersport und bietet insbesondere auch die Möglichkeit das

Motorrad für einen Tag stehen zu lassen, um z.B. teilweise auch ganztägige Schiffstouren im

sehr großen Seengebiet zu unternehmen oder auch (Segel-) Boote und Wasserski-Jets auszuleihen.

Und auch bei schlechtem Wetter bieten sich hier genügend Möglichkeiten, damit so leicht

keine Langeweile aufkommt.

 

Allerdings sei zu erwähnen, daß rund 90% der Seeufer der masurischen Seen naturbelassen

sowie umsäumt von Wald und Schilf sind. Es bieten sich neben den touristischen Orten

nur wenige Möglichkeiten zum Baden vom Seeufer aus zu gelangen.

 

Wichtig zu erwähnen ist allerdings, daß es auf den Motorradtouren unterwegs in der

Regel keine Möglichkeit gibt zum Mittagessen oder für Kaffee & Kuchen einzukehren.

In den größeren Städten bieten sich selbstverständlich solche Gelegenheiten aber auf

den kleinen Straßen und Wegen in der Natur besteht keine Möglichkeit hierzu. Allgemein

ist es in Polen üblich, daß man sein Picknick für unterwegs mitnimmt. Hierzu befinden

sich links und rechts von Landstraßen und Wegen immer wieder zahlreiche Sitzgelegenheiten

(Bänke & Tische) aus Holz teilweise auch mit Grillmöglichkeit. Auch auf Campingplätzen

wird man in Polen nicht fündig. In den kleineren Orten befinden sich zahlreiche sogenannte

‚Sklep‘ (kleine Lädchen) in denen ein regional unterschiedliches Angebot für den Kleinbedarf

angeboten wird. Allerdings liegen diese in der Regel außerhalb der touristischen Zentren

und damit dürfte man hier wohl nur mit Polnisch weiterkommen. Wir haben daher unterwegs

unser Picknick gemacht und zum Abendessen unsere warme Mahlzeit am Tag gelegt.

 

Ich hoffe hiermit den einen oder anderen neugierig auf diesen Landstrich gemacht zu haben,

der immerhin zu Europa gehört. Und auch das Vorurteil, daß in Polen alles geklaut wird

möchte ich ein wenig ausräumen. – Insbesondere in Städten haben wir darauf geachtet

Pensionen aufzusuchen, die über einen Parkplatz/ Garage auf eigenem Privatgrundstück

verfügen und die Motorräder größtenteils auf einem abgeschlossenen und/ oder überwachtem

Parkgelände während der Nacht stehen. Zusätzlich haben wir die Motorräder mit einem

Alarm-Bremsscheibenschloss gesichert. Unterwegs bei Besichtigungen z.B. haben wir

darauf geachtet, daß unsere Motorräder immer in belebten Bereichen oder in den Nähe

der Eintrittsbereiche zu Sehenswürdigkeiten mir personell besetzten Kassen stehen.

Wie der Zufall es wollte befand sich unsere Pension direkt neben einer Polizeiwache, was

natürlich die perfekteste Diebstahlvorsorge ist.

 

Hier noch ein paar Kurzinformationen:

 

Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück (Pension)    ca. 12-22 Euro pro Person/ Nacht

½ Liter Bier (heimische Sorten)                                         ca. 1,50 Euro

Warmes Essen (Fleisch)                                                         ca. 6-7 Euro

Warmes Essen (Fisch)                                                           ca. 8-11 Euro

1 Liter Superbenzin                                                                ca. 1,35 Euro bis 1,40 Euro

 

Stand: 08.2013

 

Mein Downloadangebot von GPS-Motorradtouren über www.tourenfahrer-scouts.de

ist kostenlos und von Motorradfahrern für Motorradfahrer gedacht. Daneben bietet sich

bei Interesse die Möglichkeit Kontakt mit mir aufzunehmen und gegen eine geringe

Kostenbeteiligung umfangreiches Infomaterial wie Übernachtungsmöglichkeiten (GPS-Wegpunkte

für alle Pensionen und teilweise eingescannte Flyer), Sehenswürdigkeiten (teilweise eingescannte Flyer),

tabellarische Übersichten mit Websites und/ oder Kontaktinformation etc. per E-Mail

als PDF-Datei/ GDB-Datei für Garmin inklusive Wegpunkte von BMW-Motorradwerkstätten

und allen großen KZ-Gedenkstätten in Polen zu erhalten.

 

Kontakt: Torsten_Nagel@web.de


Trackviewer und Höhendiagramm werden Ihnen präsentiert von www.GpsWandern.de.

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