Einmal rund um die Ostsee; 6.200 Km während der Hitzewelle von 2010 und ein Besuch der "White Nights" in St. Petersburg


Land / Region:
Deutschland, Dänemark, Schweden, Finland, Rußland, Estland, Lettland, Litauen, Polen / Ostsee

Charakter:
Straße

Länge:
6.200 km

Reisezeit:
Juni - September



Seit 2003 trug ich den Gedanken mit mir herum, die Ostsee zu umfahren. Russland und die etwas nervige Visabeschaffung schreckten mich aber immer ab. Seit einiger Zeit galt die “Grüne Versicherungskarte“ und die örtlichen Meldebestimmungen wurden vereinfacht. Ich besorgte mir also ein Visum über einen Visadienst und dann ging es los. 6200 km in 17 Tagen bei über 35°C. 

Morgens um 05.00 Uhr stieg ich auf meine Yamaha FJR 1300 und rollte zur Autobahn mit Richtung Hamburg und weiter nach Puttgarden. Erwartungsgemäß war die Autobahn leer und so erreichte ich schon gegen

09.00 Uhr die Fähre nach Dänemark. Ursprünglich wollte ich nur bis nach Kopenhagen fahren, aber da ich so schnell vorankam und noch Lust verspürte weiterzufahren, stieg ich nach 14 Stunden in Stockholm vom Motorrad und schlug mein Zelt auf einem Campingplatz auf. Wider Erwarten waren weit über 30°C den ganzen Tag über und die Hitzewelle sollte auch andauern.

Stockholm war wirklich eine Reise wert und sehenswerter, als ich es mir vorgestellt hatte.

Nach einem Tag machte ich mich auf den Weg Richtung Finland. Die Fahrt war schon recht langweilig. Hatte ich doch eine Küstenstrasse mit netten Ausblicken erwartet, aber weit gefehlt. Die meiste Zeit verläuft sie inland und von der Ostsee war nichts zu sehen.  Nachmittags erreichte ich in Umea. 

Eine nette Kleinstadt, die jedoch außer einem wirklich guten Campingplatz nichts besondres zu bieten hatte. Von Umea aus gibt es Fährverbindungen nach Finland, aber die Tour abzukürzen kam für mich nicht in Frage.  

Die Hitzewelle hatte das Land austrocknen lassen und so war auch die erwartete Mückenplage bisher ausgeblieben. Als ich am darauf folgenden Tag mich während eines Gewitters irgendwo mitten in Finland unterstellte, machte ich dennoch meine erste Erfahrung mit der skandinavischen Moskitoplage. Unvorstellbar! Die Luft war so voll von den Blutsaugern, dass ich es vorzog weiter durch den warmen Gewitterregen zu fahren. 

In Savonlinna campte ich an einem See und konnte die Hitzewelle beim Baden genießen. Savonlinna ist ein einladendes Städtchen. Mit einer schönen Promenade und einer gut erhaltenen Burganlage. Eine Besichtigung ist wirklich interessant.

Da ich diverse Schauergeschichten über die Russischen Autofahrer gehört hatte, fuhr ich nach Lappeenranta. Von dort waren es nur wenige Kilometer zur Grenze. Ich wollte am Sonntag nach St. Petersburg fahren, in der Hoffnung, der Strassenverkehr sei nicht so dicht. Auch Lappeenranta erwies sich als nette Kleinstadt mit einer Burganlage und einer netten Promenade.


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