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Land / Region:
Frankreich / Pyrenäen

Charakter:
Straße und Schotterpiste

Länge:
123 km

Reisezeit:
April - November



Im September 2013 waren wir wieder einmal in Frankreich unterwegs. Stets mobil mit Campingbus und Anhänger mit Motorrad und Vespa. Eines unserer Stationen war der „Camping le Canigou“ http://www.camping-canigou.com/ bei dem Ort Espira-de-Conflent.

Wie der Name des Camping vermuten lässt, liegt er unweit des Gipfels des Pic du Canigou. Mit seinen 2784 Metern und seiner auffälligen Gipfelform ist es die erste höchste Erhebung der östlichen Pyrenäen.

Bei meinen Urlaubsrecherchen bin ich auf den Bericht eines Motorradfahrers gestoßen, der vom Tour de Batère berichtete. Es hat einige Zeit gedauert, bis ich diesen Turm (auf französisch Tour) gefunden hatte – google maps und street view sei dank. So konnte ich schon zu Hause die Tour planen und in meinem Zumo 550 speichern.

Start / Ziel ist die N116 zwischen Vinca und Prades.  Dort zweigt die D 25 ab, die durch Finestret führt und biegen kurz danach rechts auf die D 13. Das Straßenschild weist nach Joch und Baillestavy. Auf der sehr schönen kurvenreichen und stetig ansteigenden Straße ist nichts los.  Fünf Kilometer hinter dem Ort Valmanya haben wir den Col de Palomère (1036 m) erreicht. Bunte Schmetterlinge hüpfen am Straßenrand von Blüte zu Blüte.

Hier beginnt unübersehbar die Schotterstrecke. Ein Wanderschild weist zum Tour de Batère. 4,2 km steht darauf und bis zum Refuge sind es noch 3 km mehr.

Die Schotterpiste ist breit und gut befahrbar. Dicken Steinen kann man gut ausweichen und sich auf der breiten Trasse die beste Spur auswählen. Mit Gegenverkehr ist hier sowieso nicht zu rechnen.

Immer wieder halten wir und genießen den tollen, fast wolkenlosen Ausblick gen Osten.

Am Tour de Batère haben wir die höchste Stelle erreicht. Hier geht es abwärts und auch das Wetter wird schlechter. Es ist grau bewölkt und es hatte geregnet. Nach 3 km haben wir wieder Asphalt unter den Reifen.

Schmal und kurvig geht es bergab. In verschlafenen Corsavy diskutieren wir, ob wir die D 43 oder die D 44  nehmen sollen.

Wir entscheiden uns für die D 44.  Die sieht kurvenreicher aus. Beide treffen letztlich auf die D 115, eine Hauptverkehrsstraße, die von Le Boulou nach Spanien führt.

Vor Arles-sur-Tec liegt die Gorges de la Fou. Informationen zu dieser eindrucksvollen Schlucht findet man unter http://www.suedfrankreich-netz.de/165/Schluchten-Taeler/Gorges-de-la-Fou-Narrenschlucht.html.  Wir hatten die Schlucht schon vor etlichen Jahren besucht, genau wie Amélie-les-Bains. Dessen Ortsteil Palalda liegt malerisch und einladend auf der anderen Seite des Tech.

Ziel heute ist das für uns noch unbekannte Städtchen Cerét, dessen Kunstmuseum über die Landesgrenzen hinaus berühmt sein soll.  Alle bekannten Künstler des Kubismus sollen hier gewesen sein.

Für diese Kunst haben wir wenig übrig. Statt dessen suchen wir etwas magenfüllendes, was sich um 14:00 Uhr in Frankreich immer als schwierig gestalten kann. Wir parken auf dem Place de la Republique und finden auf dem Boulevard Maréchal Joffre eine Creperie, die noch alles serviert, was auf der Karte steht. Ich liebe die herbe Sorte, die Galettes, die klassisch mit Schinken und Spiegelei serviert werden. Die süßen Varianten, die Crepes, werden mit Zucker, Nutella und anderen Cremes angeboten. Die kennt man auch in Deutschland.

Hinter der Pont du Diable, der Teufelsbrücke, geht die Fahrt links ab auf die D 615. Und schon wird es wieder einsam. Ein spontaner kurzer Abstecher zur Ermitage Saint Ferréol beschert uns eine tolle Aussicht. Die Ermitage liegt alleine auf einem Hügel und wird von einem Geistlichen bewacht. Man kann einen Blick in die kleine Kapelle werfen und sein Kleingeld als Spende hinterlassen. Es lohnt sich aber mehr ein Blick über die weite Landschaft, die sich mit Olivenhainen und Pfirsich- / Kirschplantagen vor uns auftut.

Die D 13 bringt uns durch Oms und auf den 655 m hohen Col Fourtou. Hier stoßen wir auf die D 618, die links nach Amèlie-les-Bains abzweigt. Wir fahren in die andere Richtung und folgen dem Hinweisschild zur Prieuré de Serrabonne. Das ist eine Kirche, die laut Reiseführer einen Abstecher lohnt.

Lohnend ist auch die 4 km lange, schmale Auffahrt, die mit 9 Serpentinen gespickt ist. Am Ende ein kleiner Parkplatz, von dem man noch etwa 300 m zur Kirche laufen muss.

Bei der Auffahrt ist vor uns ein italienischer Wohnmobilfahrer mit seinem 2 ½ -Raum- Womo, der sich im Schneckentempo die steile Auffahrt hinauf quält,  mit seinem Wendekreis kaum die Serpentinen schafft und keinen Gegenverkehr zulässt. Wir können auf unseren Zweirädern an einer kurzen breiteren Stelle vorbeihuschen und fragen uns, ob dieser Tourist jemals ankommen und vor allem wieder zurückkommen wird, als wir den kleinen vollen Parkplatz erreichen, der eigentlich kein Wendemanöver mit so einem riesigen Womo zulässt.

Die Kirche kann man unentgeltlich nicht betreten. Wir haben für Eintritt nicht viel übrig und schlendern lediglich durch den Kräutergarten.

Bis zur N 116, dem Ende unserer Rundtour,  sind es nicht mehr viele Kilometer, aber dafür landschaftlich sehr schön und schluchtig.

 Ein kleines Filmchen unter     http://www.youtube.com/watch?v=RLKpl6_nLMI    zeigt eine Zusammenfassung der Schotterstrecke.


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