Bastiden, Schlösser, Ruinen, romanische Kirchen, einsame Straßen mit wenig Verkehr, das sind die Menüpunkte der heutigen Motorrad-Tour. Wir queren mehrfach die Dordogne und bummeln durch in frisches Frühjahrsgrün getauchte Täler.


Land / Region:
Frankreich / Aquitaine, Périgord

Charakter:
Straße, überwiegend Nebenstraßen

Länge:
107 km

Reisezeit:
Mai - Oktober



Ein strahlend blauer Himmel und 18° - das sind sehr gute Voraussetzungen für eine schöne Motorradtour. Le Bugue an der Vézère gelegen ist Start und Ziel der Tour.

Das umtriebige Städtchen verlassen wir in südwestlicher Richtung, die ersten Kilometer entlang der Vézère. Bald lockt uns jedoch der Hinweis "Route de Crête" vom direkten Weg nach Limeuil ab. Bescheidene 196 Höhenmeter zeigt das Navi maximal an, also nicht zu vergleichen mit der gleichnamigen Route in den Vogesen. Am Ortseingang beim ehemaligen Château  empfängt uns ein Tor mit der bescheidenen Breite von 2 m. Die Gasse dahinter ist wenig breiter und führt uns steil bergab an den Zusammenfluss von Vézère und Dordogne mit  zwei fast rechtwinklig angeordneten Brücken, die eine über die Vézère, die andere über die Dordogne.

Die nun um die Vézère größer gewordene Dordogne fließt jetzt in zwei Schleifen Richtung Westen weiter. Wenige Kilometer später in Trémolat steht eine klotzige romanische Kirche. Von hier ist ein kurzer Abstecher zum Cingle de Trémolat lohnend. Dieser Aussichtspunkt bietet schöne Ausblicke auf die Dordogne-Schleife mit ihren ausgewaschenen Steilwänden. Wir queren die Dordogne auf der Weiterfahrt nach Badefols-sur-Dordogne, biegen dort nach links ab nach Molières, einer kleinen Bastide, an die wir schöne Erinnerungen aus unseren ersten lange zurückliegenden Frankreichbesuchen haben.

Die Bastiden im Périgord sind streng geometrisch um einen großen Platz in der Mitte geplante und befestigte Städte, die im 13. Jahrhundert zur Zeit der Konflikte zwischen England und Frankreich entstanden sind. Sie zeichneten sich zur damaligen Zeit durch ein hoch entwickeltes Sozial- und Gemeinwesen aus.

Die D27 führt uns westlich zur D660. An der Einmündung überrascht uns ein schöner Blick auf  das Château de Bannes, das auf dem Bergrücken gegenüber  thront. Wenig später animiert uns die D26 östlich einzubiegen. Die Strecke ist auf der Michelin-Karte grün eingezeichnet und führt durch ein schönes breites Tal. Immer wieder stehen am Wegrand schöne ockerfarbene  Anwesen - und ein Haus, was etwas auf sich hält hat mindestens einen quadratischen Turm links, rechts oder in der Mitte. In Bouillac wenden wir uns südlich nach Monpazier, ebenfalls eine Bastide. Der Ort hat einen rechteckigen Grundriss, der um den ebenso rechteckigen Place des Cornières angeordnet ist. Der Platz ist von Arkadengängen umgeben und besitzt auf der Südseite eine alte Markthalle.

Was nun auf der D53 folgt ist reiner Fahrspaß: sehr guter Straßenbeleg, langgezogene schnelle Kurven. So sind wir schnell in  Belvès. In Siorac-en-Périgord  überqueren wir erneut die Dordogne. Die D53  bringt uns weiter nach Saint-Cyprien. Dort biegen wir nach links auf die D49 Richtung  Le Bugue ab.


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