Wir fahren auf der uns bekannten Strecke von Ferlach östlich zum SCHAIDA-SATTEL In den Teilorten von Zell wird teils slowenisch gesprochen. Die Straße ist teils sehr wellig führt aber durch ein schönes Hochtal.... Vielmehr als ein Weg ist es nicht. Die kurvige Straße lässt die Fahrt im 2. Gang nur an wenigen Stellen zu.....


Land / Region:
Österreich, Slowenien / Kärnten, Koroška

Charakter:
Straße und Naturstraße

Länge:
248 km

Reisezeit:
Mai - Oktober



Wir fahren auf der uns bekannten Strecke von Ferlach zum SCHAIDA-SATTEL An der Strecke liegt Zell mit mehreren Teilorten. Hier wird noch slowenisch gesprochen. Die Straße ist teils sehr wellig führt aber durch ein schönes Hochtal. Ab dem SCHAIDA-SATTEL geht es wieder talwärts nach EISENKAPPEL. Unsere Richtung heißt nun SEEBERGSATTEL. Am Beginn der Serpentinenstrecke biegen wir nach links zum PAULITSCHSATTEL ab. Es folgt eine schöne Passstraße mit zwei Rastplätzen. Auf dem PAULITSCHSATTEL überqueren wir die österreichisch/slowenische Grenze. Eine kurvenreiche Strecke führt uns danach talwärts. Der einzige Verkehr besteht sind drei französische Wohnmobile auf die wir auflaufen. Sie fahren kurz rechts ran und lassen uns passieren. "Merci et aurevoir"

An der Abzweigung in das Tal LOGARSKA DOLINA steht eine Kapelle und ist ein Rastplatz schön eingerichtet. Dort machen wir Mittagsrast und bald sind auch die Wohnmobile wieder da. Sie machen ebenfalls Rast. Für uns geht es weiter durch das  schöne Tal auf guter Straße nach SOLVACA, LUCE, immer  an der SAVINJA entlang bis LJUBNO. Die  Berge treten zurück und wir fahren an adretten Dörfern vorbei, immer noch an der inzwischen breiter gewordenen SOLVACA, mal in Sichtweite, mal etwas weiter entfernt.

Kurz nach LJUBIJA verlassen wir die 225 nach links auf die 695. Bis SOSBANJ fahren wir auf einer landschaftlich sehr schönen Strecke bergauf, bergab und kurvig, Die Nebenstraße führt uns parallel zur stark befahrenen 4 bis nach RAVNE NA KOROSKEM (Hauptstadt der slowenischen Region Koroška). Dort reihen wir uns in die 112 ein die nach BLEIBURG in Österreich führt. In der Stadt ist Feierabendverkehr: Stop-and-go,  gefühlt endlos durch bebautes Gebiet. Endlich sind wir draußen, der Verkehr wird flüssiger verändert aber seine Dichte nicht. Genau diese Art Verkehr haben wir bisher erfolgreich vermieden. Wir suchen krampfhaft einen Parkplatz, aber Fehlanzeige. Kurz vor der Abzweigung Richtung MEZICA können wir bei einer Kirche anhalten. Das Thermometer zeigt inzwischen 24° und auf der Straße der Horor. Nach kurzem Kartenstudium und ausdampfen entschließen uns, entgegen der ursprünglichen Planung nicht über BLEIBURG, sondern über MEZICA und CRNA NA KOROSKEM wieder nach SOLVACA zur fahren. Schlagartig ist nur noch wenig Verkehr.

Was wir aber nicht wissen ist:  die auf der Landkarte gelb eingezeichnete Straße ist auf ca. 12 km über das Gebirge unbefestigt und nur spärlich mit Wegweiser bestückt. Ein uns im Pkw entgegen kommendes Ehepaar bestätigt uns, das wir auf dem richtigen Weg sind. Vielmehr als ein Weg ist es nicht. Die kurvige Straße lässt die Fahrt im 2. Gang nur an wenigen Stellen zu. Oft muss man wegen des feinen Schotters in Kurven im 1. Gang fahren. Nicht so ganz einfach mit Tourenmaschine, Straßenbereifung und Sozia. Orientierung geben uns hin und wieder kleine Schilder mit Straßen-Nummern. Manchmal tauchen Gehöfte auf, an denen vorbei die Straße ein kurzes Stück geteert ist. Letzlich kommen wir wohlbehalten in SOLVACA an und haben wieder Asphalt- Belag unter den Rädern. Die Fahrt hat trotzdem Spaß gemacht. Auf den letzten Metern vor SOLVACA ist ein Künstler mit einer Kettensäge bei der Arbeit. Ein wunderschöner Bär, mannsgroß steht am Wegesrand. Am Geschwister arbeitet er gerade. Wir sehen eine Weile zu. Dann müssen wir weiter und verabschieden uns, nachdem auch noch unser Motorrad bestaunt wurde.

Von SOLVACA aus nehmen wir die gleiche Strecke über den PAULITSCHSATTEL und EISENKAPPEL-VELLACH unter die Räder. An dem eingangs erwähnten Picknickplatz stehen die französischen Wohnmobile noch immer. Sie haben sich vermutlich für die kommende Nacht eingerichtet. Die langsame Fahrt auf der Naturstraße hat unseren Zeitplan total durcheinander  gebracht. Als wir in FERLACH ankommen ist es kurz nach 19 Uhr, und „bei Dämmerung ist eben mit Dunkelheit zu rechnen“...

Meine Sozia hat Mühe, vom Motorrad abzusteigen. Alles in allem war es trotzdem eine eindrucksvolle Fahrt durch schöne Täler, über Berge , überhaupt durch urtümliche Landschaften.

 

 

 


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