Eine Runde durch die westliche Steiermark. Kleine Straßen, kleine Berge, kleine Seen aber riesiger Fahrspaß.


Land / Region:
Österreich / Steiermark

Charakter:
Straße

Länge:
295

Reisezeit:
Juni



Einen Film der Tour gibt es: Hier

Nachdem die am Vortag beendete Waldviertelrunde rechts nass abgeschlossen wurde, erwartet uns heute schönstes Wetter.

Bei leichtem Nebel starten wir oberhalb der Donau in ihr Tal, wo es zunehmend sonniger wird. Es hilft also doch das zum Abendessen im Gasthof gereichte leckere Wienerschnitzel, welches nahezu so groß war wie unsere Sitzbänke, aufzuessen. Das Garmin ist gefüttert mit Wegpunkten, wie Hengstpass, Wurzeralm, Gesäus und Lunzer See.

Wir fahren zunächst westlich entlang der Donau, um diese hinter Grein zu überqueren. Es geht entlang der 122 nach Waidhofen an der Ybbs.Der Ort scheint eine einzige Baustelle zu sein. Es geht nur noch im staubigen Stopp & Go vorwärts. Den Zeitplan im Auge, nutzen wir die Einspurigkeit unser Motorräder und arbeiten uns langsam ans vordere Stauende. Die österreichischen Autofahrer nehmen es gelassen. Deshalb fahr ich gern in dieses Land. In Deutschland würden wilde Beschleunigungs- uns Bremsmanöver ein Wiedereinordnen unmöglich machen.

Hinter Waidhofen wird die Landschaft beschaulicher und der Verkehr ruhiger. Um uns vom Verkehrschaos zu erholen, machen wir in Gaflenz einen kurzen Stopp. In einem Bauernladen nutzen wir die Gelegenheit als Mitbringseleinkauf für die Daheimgebliebenen. Ein Mitstreiter entdeckt Zirbelschnaps und meint das ist so gutes Zeug, da muss eine Flasche mit. Wird sich noch zeigen wie gut der ist. Nachdem der Souvenierhunger gestillt ist, biegen wir südlich ins Ennstal. Auch hier, Verkehr? Fehlanzeige. Die stehen alle in Waidhofen, aber gut für uns.

In Altenmarkt bei St.Gallen geht es nun weiter durchs Laussatal zum Hengstpass. Langsam wird es auch etwas gebirgiger. Zwar nicht hochalpin, aber doch wild und reizvoll. Hinter dem Hengstpass verlassen wir die Hauptstraße, um kleine Wege zwischen Almen zu kreuzen. Der Blick ist unbezahlbar und man muss aufpassen, beim in die Ferne starren, nicht auf einen Traktor aufzufahren. In Spital am Phyrn gelangen wir wieder auf die Hauptroute und der nächste Stopp heißt Wurzeralm. Die Motorräder müssen wir im Tal am Parkplatz zurücklassen, werden aber mit der Standseilbahn nach oben gebracht.

Beim Aussteigen merkt man den Höhenunterschied schon an den Temperaturen. Hier oben scheint ein Wanderparadies zu sein. Viele beschilderte Wanderwege starten ab hier. Wir wandern allerdings nur zu einer nahegelegenen Jausen Station, denn es wird Zeit etwas zünftige Nahrung und Getränke zu sich zu nehmen. Der Kaiserschmarren schmeckt bei der Luft und Aussicht gleich doppelt so gut. Und das Hefe (natürlich alkoholfrei) verdunstet vor Durst nahezu in der Kehle.

Die nächste Talfahrt der Bahn ist unsere. Ein Gruppe launischer Wanderrentner drängelt sich aus Angst nicht ins Tal zu kommen vor und bekäst uns noch damit, wie schlimm alle Motorradfahrer sind. Wir antworten, dass alle wandernden Rentner sicherlich Heilige sein müssen und holen uns unsere Pole Position wieder zurück. Als unanständiger Motorradfahrer darf man das.

In Liezen macht unserer Runde erneut einen Bogen ins sogenannte Gesäuse. Dieses enge Tal umrahmt von schneebedeckten Bergen weißt hohes Verkehrsaufkommen in Form von LKW und schlechte Straßenzustände auf. Aber landschaftlich mal wieder ein Traum. Hier kann man, wenn man mehr Zeit wie wir einplant, auch zu Rafting Touren starten. In Hieflau spuckt uns die enge Schlucht wieder aus. Da der Verkehr nicht wirklich nachlässt,geht es in Lehnboden wieder runter von der Bundesstraße.

Nächstes Ziel ist Lunz am See. Es ist Nachmittag und wir haben Eishunger. Der Tipp zum Alpengasthof Rehberg zu fahren, kann aufgrund von dem "Heute Ruhetag"-Schild an der Auffahrt leider nicht umgesetzt werden. Aber direkt am See gibt es auch ein Restaurant. Und die haben auch Eisbecher.

Mit gesteigertem Zucker- und Koffeinspiegel geht es weiter Richtung Norden zur Unterkunft. Die Strecke über Gaming Purgstall und Wieselburg ist eher etwas langweilig und Berufsverkehr bedingt stark befahren. Aber sie ist der schnellste Weg nach Nöchling. Der große Eisbecher hat doch etwas Zeit in Anspruch genommen. Pünktlich zum Abendessen und auch schon wieder mit Hunger auf Sitzbankgroße Schnitzel beenden wir die Runde mit den interessanten Namen.

Einen Film der Tour gibt es: Hier


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