Samstag Juni 2017 - Durch die Lowlands zur Fähre an die Ostküste - Von Craigadam - über Dumfries,  Gretna Green und den Hadrianswall - nach Newcastle upon Tyne.

Natürlich hält auch das Frühstück das, was das Dinner am Vorabend  versprach. Obst und Früchte aus eigenem Anbau und ein „Full Scottish Breakfast“


Land / Region:
Schottland / Lowlands / Newcastle

Charakter:
Straße

Länge:
190

Reisezeit:
Juni



... der Extraklasse – da bleiben keine Wünsche offen und wir langen noch einmal so richtig zu.

Eilig haben wir es heute nicht, die Princess Seaways liegt ja nur 190 km von uns entfernt im Hafen von Newcastle. Also machen wir uns ganz gemütlich fertig, bepacken unsere Maschinen ganz in Ruhe und als wir zur Abfahrt fertig sind, kommt Celine zur Haustüre heraus und winkt uns bei unserer Abfahrt herzlich zu – das war filmreif :-)

Über die schöne Ausfahrt verlassen wir gegen 09:30 Uhr dieses tolle B&B und gleich darauf sind wir auch schon auf der A712 - unterwegs nach Dumfries.

Den kleinen Ort könnten wir leicht auf der A75 umfahren - da wir aber genügend Zeit eingeplant haben fahren wir mitten hindurch. So sammeln wir noch einmal interessante Eindrücke einer schottischen Kleinstadt.

Wieder auf der A75 ist es nicht mehr weit bis wir Gretna Green erreichen.

Die Wegweiser leiten uns auf einen großen Parkplatz - der so früh am Morgen noch reichlich freie Plätze hat - aber sicherlich im Laufe des Tages noch eine Unmenge von Besuchern erleben wird.

“Gretna Green” ist wohl der beliebteste und bekannteste Hochzeitsort der Welt. Über 200 Jahre lang wurde der Ort von minderjährigen Paaren aus der ganzen Welt aufgesucht, um in der alten Schmiede die Ehe zu schließen – auch ohne die Erlaubnis ihrer Eltern.

Der Platz ist heute komplett mit Shops, Restaurants und Dudelsackpfeifern vermarktet.

Ein Traumort für Verliebte. Etwa 5.000 Paare geben sich - aus romantischen Gründen - auch heute noch ihr Jawort in der alten Schmiede von Gretna Green.

Gerade in Gretna Green gestartet, heißt es auch schon Abschied nehmen von Schottland. Wir überqueren am River Sark die grüne Grenze zu England und sind so weiter auf unserem Weg nach Newcastle.

Parallel zur großen A69 fahren wir die kleine B6318 zwischen Bramton und Haxham. Auf der tollen, teilweise achterbahnähnlichen Strecke, geht es entlang des „Hadrianswall“.

Links von uns liegt „Housesteads Roman Fort - Hadrian's Wall“, ein römisches Kastell der Grenzbefestigung gegen die „Barbaren“ aus dem Norden.

Bei Hexham wechseln wir wieder auf die A69 und gleiten mit ihr unaufhaltsam nach Osten.

Je näher wir Newcastle kommen, umso dichter wird der Verkehr. Eine große Baustelle auf der Autobahn - jetzt nur keinen Stau auf den letzten Kilometern.

Als die ersten Hinweisschilder zum Fährhafen Tyne auftauchen bin ich doch ziemlich erleichtert und als wir – einige Kreisverkehre später – unsere Maschinen auf dem Parkplatz vor dem Check-In abstellen, fällt auch die letzte Anspannung von mir ab.

Da vorne liegt die „Princess Seaways“ und wir sind zeitig angekommen :-)

Eine knappe Stunde vertreiben wir uns die Zeit bis die Bikes zum Check-In aufschließen, dort freundlich abgefertigt werden und bis zur Verladerampe vorfahren können.

Zunächst fahren LKWs und Caravans in die Fähre hinein und endlich sind auch wir an der Reihe.

Die Einweiser zeigen uns unsere Fahrspur und schnurgerade geht’s ins Schiff hinein, bis es bei den geparkten Caravans nicht mehr weiter geht.

Die Bikes verzurren – das kennen wir ja schon von der Hinfahrt. Wer schneller fertig ist, der hilft beim Bike nebenan - alles tolle Leute hier.

Die Kajüte beziehen und ein Ankommbier auf dem Sonnendeck genießen.

Dabei beobachten wir fünf Biker, die ziemlich knapp vor der Ablegezeit an den Check-In heranbrausen. Zuerst sieht es so aus, als ließe sich da nichts mehr machen - aber dann dürfen sie glücklicherweise doch noch aufs Schiff.

Nachdem die Princess Seaways abgelegt hat gibt es für uns wieder ein tolles Abendessen vom Buffet – anschließend einen Bummel durch den Duty-Free-Shop - noch ein Abschlussbier auf dem Deck – dann ist Feierabend und es geht ab in die Koje.

Morgen früh liegt die Princess Seaways schon vor Amsterdam – und unsere Schottlandreise ist dann auch fast schon zu Ende.

 

Sonntag Juni 2017 – Die Rückfahrt - Vom Fährhafen Amsterdam-IJmuiden bis in die Nähe von Mönchengladbach - Über Utrecht, Eindhoven und Roermond zurück an den Niederrhein

Die Princess Seaways hat uns sicher über's Meer gebracht.

Während ich in meiner Koje so langsam wach werde, bemerke ich das leichte Schwanken der Princess Seaways in den Wellen der Nordsee. Ein schönes Gefühl – bis meine Gedanken zur „X“ schweifen, die da unten im Bauch der Fähre angebunden steht. Steht sie bei diesem Seegang auch sicher genug? Der Gedanke beunruhigt mich doch ein wenig.

Um 8 Uhr haben wir uns zum Frühstück verabredet – da wird noch einmal vom tollen Buffet des 7-Seas Restaurant geschlemmt – Grau- & Schwarzbrot gibt’s dann ab morgen wieder ;-)

Um 9 Uhr holen wir unsere Sachen aus den Kabinen und warten am „Guest Service Center“ auf das Öffnen der Fahrzeugdecks.

Ein Stewart kommt mit der Info zu uns, dass wir schon zu unseren Maschinen hinunter können – dann nichts wie los.

Einige Decks tiefer stehen unsere Maschinen – alle wohlauf. An meiner “X“ wurden noch zwei Spanngurte an den Streben der hinteren Fußrasten angebracht – die Crew hatte da noch einmal nachgebessert – gut so!

Ein Deck voller Bikes & Bikern. Hier unten herrscht wieder eine tolle Stimmung – alle haben viel gesehen und erzählen von ihren Erlebnissen.

Irgendwann starten dann die Motoren der Fahrzeuge vor uns – und dann ist jeder wieder mit sich und seiner eigenen Maschine beschäftigt. Helm auf - Startknopf drücken - Seitenständer einklappen - Gang einlegen - und schon rollt einer nach dem anderen aus dem weit geöffneten Bug der Princess Seaways heraus – der Kontinent hat uns wieder.

Die Ausweiskontrolle erfolgt im Vorbeifahren – es reicht der Personalausweis, den ich im Klarsichtbeutel um den Hals trage.

An der Stelle, an der wir uns vor einer Woche für den Check-In aufstellten, halten wir noch einmal an, um uns für die Weiterfahrt fertig zu machen. Und tanken sollten wir natürlich auch noch. Unsere Tanks sind ziemlich leer, nachdem wir gestern in England nicht mehr getankt hatten. Ein paar hundert Meter weiter liegt eine große Shell-Tankstelle, an der wir unsere Tanks auffüllen – bis in den Raum Mönchengladbach kommen wir jetzt allemal.

Amsterdam, Utrecht, Eindhoven und Roermond liegen auf unserem Weg. Auf halber Strecke halten wir noch einmal an einer Autobahnraststätte und dann wird es auch schon Zeit, dass wir uns voneinander verabschieden. Eine Woche lang und 1700 + 400 Kilometer weit sind wir zusammen durch Schottland gereist, haben viele tolle Landschaften durchstreift, einzigartige Sehenswürdigkeiten besucht und freundliche und interessante Menschen getroffen.

Schottland in 8 Tagen – ein besonderes Erlebnis!

Eine Woche zusammen auf Tour - toll war's wieder!

 

Und sonst noch?

Schottland in 8-Tagen war, von der Vorbereitung her, die bisher größte Herausforderung für unser Team. Dazu galt es zunächst einmal, meine Frau von der Notwendigkeit einer solchen Reise zu überzeugen ;-) Danach wurde die Fähre gebucht und die Unterkünfte - für 9-Personen in Tagesetappen-Entfernung - gesucht und bei Booking reserviert. Das alles war bis Ende August 2016 unter Dach und Fach.

Danach wurde am Tourverlauf noch hier und da etwas gestreckt und gestaucht, bis alles passte.

Zur Tour-Einstimmung gab es für die Gefährten, ein paar Wochen vor dem Start, ein Roadbook und die Tourdateien.

Dann war der Tag unserer Reise endlich da – und wie sie verlaufen ist, konntet ihr hier nachlesen.

 

Toll!

Mein Team, das mich immer und überall unterstützt und mir – mit guter Laune und viel Elan – zu den “Best of Scotland“ gefolgt ist. Alleine wäre ich da wohl nie hingekommen :-)

ThomasK für deine Reservierungen in den diversen Inns und Pubs – und für die nachgeholte Whisky-Verkostung im Red Poppy :-)

Meine Gefährten, die mir ihre Fotos für den „WestwardBlog“ zur Verfügung stellen. Sie sind der roten Faden unserer Tour – vieles davon hätte ich mittlerweile sicherlich schon wieder vergessen – ich kann mir ja gut was merken – nur nicht so lange :-)

Birgit, deine eindrucksvollen Aufnahmen. Während der Fahrt vom Soziussitz des Cross-Tourers aus geschossen. Dynamik, Landschaft und Momentaufnahmen – immer wieder super!

Und die Nachkalkulation?

Die „Schottlandreise“ war – trotz Überfahrt mit der Fähre – auch nicht teurer als unsere letztjährige Tour in die Tiroler Alpen – Überfahrt in der 2er-Innenkabine und Übernachtung im Doppelzimmer – Benzinkosten und Abendessen inbegriffen. Die Nachkalkulation liegt dann auch ganz nah bei der Vorplanung. Einzelreisende zahlen leider – wie immer und überall – gut ein Drittel mehr.

 

Gefahren Tag 7: 190 km von 9:30 bis 15:00 Uhr

Fahrtrichtung der Tour: Ein toller Abschluss mit Gretna Green und dem Hadrianswall

Schwierigkeit: Normal, sein Motorrad muss man schon beherrschen

Gefahren Rückfahrt: 220 km

Einen Bericht zu dieser und weiteren Touren findest du auch im: WestwardBlog

Viel Spaß & tolle Touren wünscht HerBert ;-)

 


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