Weserbergland – stille Winkel und kleine Straßen. Tour durch eine Region, die sich in Natur, Städten und Burgen ein märchenhaftes Flair bewahrt hat.


Land / Region:
Deutschland / Weserbergland

Charakter:
kleine Sträßchen/kurvig

Länge:
280 km

Reisezeit:
März bis Oktober, falls kein Schnee, ganzjährig



Märchenhaft.  Wie abgedroschen. Doch märchenhaft ist das Weserbergland. Es gibt Ecken, da steigst Du vom Motorrad und meinst, Hänsel und Gretel kommen gleich, hier und jetzt, aus dem Wald heraus spaziert. Vom Parkplatz im Bramwald, wo wir kurze Rast machen, fällt die Sonne durch das dichte Blätterdach der Buchen, ein kleines Bächlein läuft durch die Wiese, und – ich schwöre, da sind sie.  Alle Märchenfiguren der Brüder Grimm, die wir heute gesucht und gefunden haben,  kann man sich in diesen Wald denken. Wir ziehen die Schuhe aus und lassen die Füße im kühlen Bach baumeln, denn wir haben unsere Runde schon fast geschafft. Dieses ist die letzte Pause, bevor wir gleich wieder im Biergarten der Villa Löwenherz sitzen dürfen.

Doch der Reihe nach. Was hatten wir heute schon alles? Das Dornröschenschloß Sababurg, den Reinhardswald mit seiner Sage vom Ritter Reinhard, der zur Begleichung seiner Spielschulden eben jenen Wald angelegt hat, Helfensteine mit fast mystischer Stimmung oben auf dem Dörnberg, den Doktor Eisenbart in Hann. Münden und auch das Mittelalter durften wir auf der Ruine Hanstein erleben. Dazwischen Straßen zum schwindlig fahren, die oft so klein sind, daß Gegenverkehr zu Schweißausbrüchen führt. Aber den gibt’s im Weserbergland sowieso selten, fast könnte man glauben, ein ganzer Landstrich spielt Dornröschen.

Natürlich geht das nicht auf den großen Verbindungsstraßen, die Kleinode des Weserberglandes biegen oft nur mit einem klitzekleinen Hinweisschild von der Hauptstraße ab. Wer den Mut hat, einem solch kleinen Weg einfach mal zu folgen, wird mit Kurven belohnt, die keinen Vergleich scheuen zu brauchen.

Das erste Kuriosum der Tour ist bergauf fließendes Wasser. Hinter Gieselwerder beim Hochfahren in den Reinhardswald finden wir diese optische Täuschung. Kurz danach biegen wir in den Forstweg zur Sababurg ab, wo wir uns zwischen dem Besuch des Tierparks oder der Burg oben auf dem Berg entscheiden können.

Nach Trendelburg mit dem Rapunzelturm begleitet uns die Diemel auf dem Weg nach Zierenberg. Dort geht es auf den Dörnberg hinauf, wo wir auf dem Segelflugplatz einen schönen Rundumblick auf das Kasseler Land genießen, bevor es nach Hann. Münden hinunter geht. Doktor Eisenbart hat in dieser Stadt gewirkt, hervorragend restaurierte Fachwerkhäuser locken in die Innenstadt, parken können wir nahe dem Weserstein am Zusammenfluß von Werra und Fulda. Die nun folgende Schleife hat neben den Kurven ins hessische Bergland vor allem kulinarische Höhepunkte. Im Klausenhof bei der Ruine Hanstein wird das Mittelalter lebendig, und auf der Königalm zwischen Nieste und Kaufungen erleben wir bayrische Gastronomie. Nun ist aber Zeit, an den Rückweg zu denken. Wieder hinunter ins Fuldatal, folgen wir dann der Weser bis zum urigen Fährhaus in Hemeln. Dort stärken wir uns mit einem letzten Kaffee, denn nun folgen Serpentinen in den Bramwald hoch, bevor wir uns auf dem Parkplatz auf dem Weg wieder zur Weser herunter die letzte oben beschriebene Pause gönnen.


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