Es heißt Abschied nehmen. Die letzten Kilometer auf schottischem Boden führen uns entlang der Ostküste nach Newcastle.


Land / Region:
Großbritannien / Schottland

Charakter:
Straße

Länge:
200

Reisezeit:
Mai



Einen Film zur Tour gibt es: HIER

Nach Toast und Marmelade geht es auf zur letzten Etappe. Wir wollen die Ostküste entlang nach Newcastle wo uns am Abend die Fähre wieder aufnehmen soll.

Bei wieder herrlichstem Sonnenschein, begleitet uns aus der Stadt ein weißes Andreaskreuz aus Wolkenfetzen auf strahlend blauem Himmel. Schottland verabschiedet uns, bilden wir uns ein.

Die A1 bringt uns Richtung Osten. Hier versuchen wir so oft wie möglich von der Hauptstraße abzufahren um kleinen Straßen entlang der Küste zu folgen. In dem kleinen Örtchen Amble finden wir ein kleines Café The Coquet Tea rooms. Hier stehen kleine Tische und Stühle direkt auf dem ohnehin schon schmalen Gehsteig. Bei Kaffee und Sandwiches genießen wir den Sonnenschein und denken wehmütig an die vergangen Tage.

Wir satteln ein letztes Mal die Bikes für diesen Tag. Kurz vor Newcastle staut sich der Verkehr in einer Baustelle. Wir haben aber noch genügend Zeit und erreichen gegen 15 Uhr das Fährterminal.

Hier treffen wir einen der beiden Straubinger Jungs wieder und er berichtet uns vom geklauten Bike seines Kumpans und den ewigen allabendlichen Suchen nach Unterkünften. Und da hat die Saison noch nicht einmal begonnen. Wir stellen fest, dank www.booking.com haben wir alles richtig gemacht.

Wir vertreiben uns die Zeit mit Erfahrungsaustauch mit 4 anderen Bikern bis wir auf die Fähre gelassen werden.

Mittlerweile klappt die Verzurr Prozedur problemlos. Wir verabreden uns mit den anderen 4 Jungs auf dem Oberdeck. Erstmal in die Kabine und frisch machen. Dann geht es bei Live Musik, kaltem Guinness und wie sollte es anders sein strahlendem Sonnenschein zur Hafenausfahrt. Wir verschwinden nicht allzu spät in der Koje, da morgen knappe 700km Autobahn auf uns warten. Matthias aus Straubing will sich bis ins Ruhrgebiet an uns ran hängen. Er muss ja die Strecke ohne Wingman nun allein bewältigen.

Diesmal sind wir auf der King Seaways unterwegs. Die beiden Schiffe sind aber so gut wie identisch und ach das Abend- und Frühstücksbuffett ist wirklich gut. Nach dem Frühstück verlassen wir die Fähre und Amsterdam Richtung Heimat. Mit vielen Eindrücken die es immer noch zu verarbeiten gilt reißen wir die 700km geschafft aber glücklich ab.

 

Eins steht fest. Uns hat das Schottlandfieber gepackt. Wir waren nicht das erste und letzte Mal dort.

Wir sind in 11 Tagen exklusive Fähre inclusive An/Abreise ca. 3300 km gefahren.

Fazit:

Motorrad:

Schottland kann man wohl mit jeglicher Art Motorrad bereisen. Auch auf einer Honda Monkey kann man sicherlich seinen Spaß haben. Für Raser und Knieschleifer ist es wohl weniger zu empfehlen. Die Schmalen Singletrack Roads und die grandiosen Ausblicke sind wohl eher was zum Motorradwandern.

Gepäck:

Nimmt man einen Regenschirm mit, dann regnet es nicht. So ist es wohl mit Sachen die man mitschleppt und nie benötigt. In unserem Fall die Regenkombi ;-).

Wetter:

Mit dem Wetter hatten wir also wahrscheinlich mehr als Glück. Viele werden von Schottlandreisen berichten können und werden jeden Tag mit dem Nass von oben in Kontakt gekommen sein.

Fähre:

Die Fährüberfahrt über Nacht war für uns die beste und schnellste Möglichkeit. Via Internet im November 2017 gebucht. Die anfängliche Angst vor dem Verzurren der Motorräder war völlig unbegründet. Gegenseitige Hilfe ist angesagt und klappt unter Bikern hervorragend. Die Fahrt ähnelt einer Minikreuzfahrt und stimmt so auch auf die Tour ein.

Unterkünfte:

Sämtliche Hotels/Guest Houses hatte ich über www.booking.com gebucht. Auch dies verlief reibungslos. Und wie sich zeigte war die Vorabbuchung Gold wert. Wir konnten die No Vacancie Schilder ignorieren. Der Preis für eine Übernachtung mit Frühstück lag im Schnitt bei 40 €. Die Unterkünfte waren dabei von komfortable/luxuriös bis najs, für eine Nacht ok.

Menschen:

Egal wo, trafen wir auf freundliche hilfsbereite und vor allem im Straßenverkehr rücksichtsvolle Menschen. Die Verständigung in English klappte problemlos. Bis auf eine Begegnung auf der Skye Fähre. Eine ältere Dame sprach mich an. Nach mehreren vergeblichen Versuchen sie zu verstehen, hab ich dann höflich abgebrochen. Sorry I don´t speak english.

Verkehr/Straßen:

Je nördlicher wir kamen, umso geringer wurde die Verkehrsdichte. Das Motorrad sollte trotzdem gut beherrscht werden. Teileise ist der Straßenzustand, wie auf Skye nicht sehr gut. Vor allem sollte ständig auf Tiere am Straßenrand geachtet werden. Aufgeschreckte Schafe rennen schnell mal vor dem Bike über die Straße. Single Track roads lassen sich auch bei seltenem Gegenverkehr gut bewältigen. Es gibt aller paar Meter sogenannte Passing Places (Ausweichstellen) wer bei Gegenverkehr zuerst an einer ist, wartet. Funktioniert einwandfrei.

Einen Film zur Tour gibt es: HIER

 


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