Last Train to … ja wo hin denn nur? Auf jeden Fall ballen sich in der näheren Umgebung unseres Quartiers die Sehenswürdigkeiten, von denen ich eine nur ganz am Rande erwähne: das Schloss in Schillingsfürst mit seiner Falknerei, die leider erst um 10.30 öffnet und als Stellvertreter für all das sowohl links als auch rechts liegen


Land / Region:
Deutschland / Bayern

Charakter:
Straße

Länge:
285

Reisezeit:
April - Oktober



... gelassene stehen soll.

 
Also beginnen wir den Tag ganz früh in Rothenburg (18 km). Ein Startpunkt in Rothenburg ob der Tauber wäre doch mal ein guter Beginn für einen langen Tag auf dem Bike, oder etwa nicht? Immerhin hat Rothenburg einiges zu bieten: da wären die malerischen und hübsch anzusehenden alten Fachwerkhäuser, heimelige Plätze  und natürlich Weihnachten! Häääh? Ja, richtig gelesen. In Rothenburg ist, der Käthe sein Dank oder Fluch, das liebe lange ganze Jahr Weihnachten. Partiell zumindest. Auch bei 30°. Hat doch was.
 
Issja schon gut … flüchten wir halt schnell nach Weikersheim (50 km). Dort gibt es keinen Spekulatius mitten im Spätsommer. Iss eh nur ne halbe Stunde hin und das dortige Schloss ist mit seinem großzügig angelegten Garten ein echter Hingucker. Wer es lieber gemütlich angehen will, kann natürlich in den zahlreichen Cafés und Restaurants die Beine ausstrecken und das gesamte Ensemble einfach auf sich wirken lassen. Dieser Stopp ist ein unbedingtes Muss, da kann quengeln wer will, da werden alle hingeschleppt.
 
Irgendwann sollte auch eine ausgiebige Pause mal zu Ende gehen, deshalb flitzen wir zügig nach Werbach (100 km) ins liebliche Taubertal und ab dort an der selbigen entlang in weitläufigen Bögen Richtung Norden nach Wertheim (120 km)  wo die Tauber in den Main mündet und wir in der sehenswerten Altstadt unsere wohlverdiente Mittagspause genießen wollen.
 
Mindestens genauso schön wäre das naheliegende Miltenberg, welches zwar auch (fast) an der MSD, aber leider zu unserer Route ein wenig abseits liegt. Wir queren anschließend den Main, der schon mal unser Begleiter war. Ihr erinnert euch vielleicht an die "Pfütze" in den ersten Tagen? Hier strömt es richtig und ab und an auch ein wenig viel, was dann der Altstadt von Wertheim gar nicht gut bekommt. Darüber hinaus passiert jetzt wieder was: wir treffen hier auf unsere altbekannte Motorradstraße 'Deutschland, deren Verlauf wir über den Bodensee, Schwarzwald und Odenwald nicht gefolgt sind.
 
So nebenbei: ich hätte gerne an dieser Stelle eine Alternativroute abseits der MSD gewählt, richtig Klasse mit bärigen Kurven. Da macht mir allerdings auf einem wichtigen Teilstück das Bauamt einen Strich durch das Vorhaben. Ganze zwei Jahre lang bleibt ein wichtiges Stück gesperrt und mit der dabei erforderlichen Umleitung wären das dann zu viele Tages-Km geworden.
 
Eine (Mittags)Pause bietet sich auch im auf der Route liegenden idyllischen Hafenlohrtal an, welches eines der bekanntesten Spessarttäler ist. Es handelt sich dabei um eine einzigartige Kultur- und Naturlandschaft mit 1.753 verschiedenen Tier- und Pflanzenarten (nein, hab ich nicht selber gezählt. Bin doch nich beschickert). Hier aalt sich die Blindschleiche in der Sonne, Eisvogel und Wasseramsel brüten im Tal fidel vor sich hin, es gibt Sumpfschwertlilien, Rohrkolben und Einbeere (a Zeuch issdess. Allmäächd).
 
Dieses Paradies hätte nach dem Willen der Bayerischen Staatsregierung in den 80ern einem riesigen Speichersee weichen sollen – wenn man das Tal heute sieht und erlebt: da hätte sich diese dann auch gleich prima kurzerhand drin ertränken lassen, ob dieses Frevels. Also nochmal zum Mitdenken: in Lichtenau (155 km) gibt es eine überaus gemütliche Gaststätte, wo sich Rauchschwalbe und Iltis gute Nacht sagen und die sich zum Idylle erleben anbietet.  Wie gesagt, eine Alternative, ist ja nicht alles in Stein gemeiselt.
 
Dass der Spessart weitaus mehr zu bieten hat, zeigt sich auf den folgenden Km. Liebliche Täler, einsame Landschaften und Bikers Lieblinge geben sich ein Stelldichein. Wer geradeaus fahren will, muss schon einen Abstecher auf die A3 machen. Am Wiesbüttsee  (200 km) haben wir dann nochmal die Gelegenheit, das alles in Ruhe auf uns würgen zu lassen, bevor es auf die letzten Asphaltwindungen und Knoten des Spessarts geht. Unterbrechung des Kurvengewimmels gibt es dann in Steinau (230 km), welches zum zweiten Mal nach unserem Starttag für einen kurzen märchenhaften Stopp angelaufen wird, bevor wir unsere Runde endgültig im Landgasthof Kupferschmiede (280 km) beenden und die Reise am Abend gebührend abschließen. *PROST*

 


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