Feb 162019
 

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Irgendwie faszinierte mich die britische Insel schon immer. Die Landschaft, die Burgen, die Sprache, das Königshaus und ausgeprägt höflichen Umgangsformen kreieren ein ausgewöhnliches Land mit langer Historie. Aber wie ist England wirklich? Ist die Höflichkeit echt oder gespielt? Und


Land / Region:
England / Cornwall

Charakter:
Straße

Länge:
1700

Reisezeit:
April - September



... ist das Essen tatsächlich so schlecht wie man sagt? Grund genug es herauszufinden.

Wir wollen Südengland, hauptsächlich die Shires Cornwall und Denver, und einen kleinen Zipfel Wales bereisen. Aber zuvor müssen wir dort hinkommen. Wir entscheiden uns für die Variante Anhänger. Also schnallen wir unsere Mopeds auf den Hänger und fahren früh am Morgen los. 1000 Kilometer Autobahn liegen bis zum Hafen in Calais vor uns. Doch schon kurz vor der Autobahnauffahrt nach nur 30 Kilometer der erste „Zwischenfall“. Mel – vor dem Urlaub noch meine Freundin – sagt plötzlich auf dem Beifahrersitz zu mir: „Ich glaub‘ ich hab‘ meine Motorradstiefel vergessen“. Kurz bevor mir Zornesröte ins Gesicht aufsteigt und ich gerade los wettern will, fällt mir auf: Auch ich habe meine Stiefel vergessen! Das fängt ja gut an. Aber zumindest brechen wir ob unserer beider Schusseligkeit in schallendes Gelächter aus. Ärgern bringt eh nix. Also steuere ich den Pendlerparkplatz an, hänge den Anhänger ab und wir fahren schnell nach Hause, um nicht in England neue Stiefel kaufen zu müssen. Zumindest haben wir es noch rechtzeitig bemerkt. Nachdem wir unseren Fauxpas ausgemerzt haben, fahren wir weiter und kommen am Abend in Calais an. Dort haben wir zuvor ein kleines Hotel gebucht. Calais ist zwar nicht hässlich, aber richtig schön irgendwie auch nicht. Vor allem ist es Mitte September sehr verlassen. Wir finden eine Pizzeria, die uns zu leicht überhöhten Preisen eine vorzügliche Pizza zubereitet und gehen dann ins Hotel zurück.

Am nächsten Morgen fahren wir per Gespann zum Hafen. Von der Brücke aus sieht man durch ein Gebüsch ein riesiges Zeltlager von Flüchtlingen. Wie ich später erfahre, sollen über 1000 Menschen dort lagern. Das Lager wurde erst einige Zeit später unter Kontrolle gebracht und geräumt. Wir finden einen freien Doppelparkplatz auf dem unbewachten aber kostenlosen Teil des Hafenparkplatzes. Dort riskieren wir unser Auto und den Anhänger die nächsten Tage abzustellen. Dann kaufe ich Tickets und werde prompt vom Preis überrascht. Denn am Hafen kann nur ein Flexi-Ticket für 130 € pro Nase buchen. Im Internet gäbe es auch deutlich günstigere, allerdings ohne flexible Abfahrtszeiten. Darum dachte, kaufen wir die Tickets vor Ort – aber weit gefehlt: die günstige Variante ist hier käuflich nicht zu erwerben. Zu allem Übel fängt es auch noch an zu Schütten wie aus Kübeln und warten im Regen eine Stunde auf unseren Motorrädern auf die Fähre. Dann geht’s endlich los. Anfangs noch gemächlich, aber bald wild. Der Seegang wird aufgrund des Unwetters so stark, dass sämtliche Regale der Geschäfte bald leergefegt sind. Mel wird ziemlich schlecht, was bei dem Geschaukel auch kein Wunder ist. Im zehnsekunden-Takt rollen wir von links nach rechts. Kurz sieht man die tiefschwarze See vorm Fenster, um kurz darauf den ebenso tiefschwarzen Himmel vor Augen zu haben. Wider Erwarten überleben sowohl wir als auch die Motorräder die Überfahrt.

Ohne einen Blick auf die White Cliffs of Dover werfen zu können, rollen wir schließlich in den britischen Linksverkehr. Auch der Regen hört bald auf, als wir schon nach Kurzem auf einen Imbissstand am Straßenrand treffen. Hunger haben wir, also halten wir an. Ich bestelle einen Burger und Mel probiert Jacket Potatoes, gefüllt Riesenkartoffel. Nachdem wir gespeist haben, werfen wir auch schon das erste Vorurteil zumindest vorerst über Bord: Essen kann man scheinbar doch ganz gut. Dann nehmen wir den Küstenabschnitt Beachy Head unter die Räder nehmen. Der Wind ist dort so stark, dass ich befürchte unsere Motorräder werden umgedrückt. Landschaftlich schön ist es hier aber allemal. Über grüne Wiesen erreicht man die Klippen, von wo aus man auch die typisch weißen Kalkformationen bewundern kann. Ein vereinzelter kleiner Baum in der Landschaft ist aufgrund des Windes weniger nach oben als horizontal zum Boden gewachsen. Anscheinend herrscht des Öfteren ein Lüftchen. Wir rollen schließlich weiter die Küste entlang bis zum berühmten Brighton Pier. Es ist zwar keine Hochsaison mehr, weshalb keine Fahrgeschäfte mehr offen haben, aber ich bin alleine schon wegen deren Anwesenheit auf einem Steg perplex. Mel gibt mir zu verstehen, dass das kein Weltwunder sei, sondern in England und den USA durchaus ein üblicher Ort für Vergnügungsparks. Ich bin trotzdem mehr als verwundert, was der „Steg“ alles anzubieten hat. Von Achterbahn über Casinos bis zu allem erdenklichen Essbaren und Shopping-Möglichkeiten. Gegessen haben wir aber schon, weshalb wir schließlich weiterfahren. Wir machen einen kleinen Abstecher ins Inland, um dort einen Campingplatz zu suchen. Bei einer Farm werden wir fündig. Durch das Küchenfenster bezahle ich der kartoffelschälenden Bäuerin 5 Pfund pro Person und wir suchen uns einen Platz. Zwischen einer Ziege, Hennen, einem Hund und diversem anderen Getier bauen wir unser Zelt auf und kochen noch schnell Nudeln. Lediglich die Haarwäsche am nächsten Morgen trübt die Stimmung von Mel etwas – es gibt nämlich kein Warmwasser und es war doch recht in der Nacht. Nach erfolgter Katzenwäsche machen wir uns auf Richtung Portsmouth. Wir rollen durch die Stadt zum Hafen. Von dort aus nehmen wir die nächste Fähre zur Isle of Wight. Ein Freund hatte uns die Insel empfohlen, da diese ein Hauptanbaugebiet von Knoblauch sei. Pünktlich mit Einlaufen der Fähre im Hafen fängt es aber wieder zu regnen an, als würde die Welt untergehen. So rollen wir durch die Insel und sehen entweder wegen Regen oder wegen einer weißen Nebelwand nichts außer dem Asphaltband vor uns. Vielleicht heißt die Insel deshalb Isle of Wight und wurde nur falsch geschrieben? Auch als wir wieder auf der großen Insel Britannien sind, wird das Wetter nicht besser. Zu allem Überfluss sind alle Bed&Breakfasts, die wir anfahren, ausgebucht. Genervt entscheiden wir bis Dorchester zu fahren, um dort unser Glück zu versuchen. Erst spät am Abend und trotz Regenkombi ziemlich durchnässt kommen wir an. Ich fahre das erste Hotel an und frage nach einem Zimmer. Der nette Herr hat noch eines für uns – und sogar mit Badewanne, was Mel ganz besonders freut. Mit einem schockierten „Oh my god, what have you done?“ begrüßt uns auch die Mutter des zuvor erwähnten Herren und sie nimmt uns postwendend unsere Klamotten zum Trocknen ab. Dann gibt uns der Sohn der Hotelbetreiberin zu verstehen, wir mögen ihm zu seiner Garage folgen. Dort parkt er seinen Pkw ins Freie, um uns ein Unterstellen zu ermöglichen. Vorurteil Nummer zwei der nur gespielten Höflichkeit ist damit ebenfalls passe. Anschließend legen wir uns erst mal in die unverhofft willkommene Badewanne, bevor wir uns in einem sehr schönen aber gewohnt teurem Restaurant resttrocknen.

Am nächsten Tag macht sich der stundenlange Regen bei Mels Moped bemerkbar. Zum einen ist die Kofferverriegelung so verdreckt, dass sich der Schlüssel nicht mehr bewegen lässt. Wir müssen das Topcase dann letztlich mit Spanngurten fixieren. Zum anderen stirbt kurze Zeit später beim Wenden in Schrittgeschwindigkeit plötzlich der Motor der BMW F 650 GS ab. Das hat zur Folge, dass das Moped umfällt, was wiederum kurzzeitige schlechte Laune zur Folge hat. Es ist aber nichts weiter passiert, weshalb wir uns die Laune nur ganz kurz verderben lassen. Die paar verkratzten Teile tausche ich daheim eben aus. Als Aufmunterung halten wir an einer Zucht, in der hauptsächlich Shetlandponies auf den Weiden stehen. Mich interessiert das weniger, aber Mel ist mehr pferdebegeistert als ich und so kreisen ihre Gedanken nicht mehr um den vorherigen „Umfaller“.

Spätestens als wir trockenen Fußes in den Dartmoor Nationalpark hineinfahren, sind alle Sorgen vergessen. Der haut mich landschaftlich völlig aus den Socken. Weite grüne Felder mit gelblichen Farnen werden von einzeln verstreuten Felsbrocken geziert. Wie die hierherkommen, ist mir ein Rätsel. Vermutlich haben Gletscher der letzten Eiszeit die Brocken hierher bewegt. Auch Schwarznasenschafe und Ponys laufen hier frei herum, was den Rosamunde-Pilcher-Flair komplettiert. Da würde sich meine Oma als größter Fan auch freuen. In der Karte sehe ich dann das historische Dartmoor Prison verzeichnet. Ich denke mir, die alten Gefängnismauern zu besichtigen wäre bestimmt ein recht interessantes Unterfangen. So steuern wir sofort den Parkplatz an und machen uns bereit zur Besichtigung. Bis uns die Stacheldrähte, Kameras und Menschen mit Aktendeckeln auffallen. Das passt alles so gar nicht in unsere Vorstellung eines historischen Denkmals und uns dämmert, dass es sich hier schlicht um ein Gefängnis und nicht um ein historische Gebäude mit Touristenverkehr handelt. Schnell steigen wir wieder auf und fahren los, bevor die verwunderten Blicke der Justizangestellten noch peinlicher werden. Zum Glück finden wir aber nicht weit entfernt noch ein kleines Dartmoor Prison Museum. So können wir behaupten, wir hätten nur falsch geparkt. Da wir schon mal hier sind, betreten wir gespannt das Museum. So richtig überwältigend ist die Ausstellung aber nicht, wenn sie auch die ein oder andere Geschichte rund um das Gefängnis erzählt und mit vielen Requisiten aufwartet.

Als wir weiter Richtung Plymouth fahren, fällt uns plötzlich eine beeindruckende Abtei in Sichtweite auf. Diese steuern wir an und erkundigen uns nach dem Eintrittspreis. Der fällt mit gut 23 Pfund für beide recht üppig aus, weshalb wir die Buckland Abbey nur zu Fuß umrunden wollen. Durch ein großes offenes Tor können wir sogar einen schön angepflanzten Garten betreten. Bis wir merken, dass wir soeben auf Umwegen den zahlungspflichtigen Teil der Abtei betreten haben, ist es schon zu spät. Eigentlich überhaupt nicht unsere Art, aber es war ganz bestimmt keine Absicht. Einzig kann man uns vorwerfen, dass wir nicht umgedreht haben, sondern doch einen beträchtlichen Teil der historischen Gemäuer begutachtet haben. Schließlich quält uns dann aber doch das schlechte Gewissen wieder aus der Abbey heraus. Später erfahre ich, dass der berühmt Sir Francis Drake einst Besitzer und Bewohner der Abtei war. Nun verstehe ich auch, warum gar so viele Touristen zur abgelegenen Abbey pilgern.

Unser Tagesziel heißt Land’s End, wohin wir uns aufmachen. In Cornwall ändert sich das Gesicht Südenglands grundlegend. Die Gebäude sind in einem völlig anderen Stil erreichtet, teilweise mit schilfähnlichen Dachkonstruktionen erhalten. Die Landschaft ist hier noch mehr bzw. genauso wie in den Rosamunde-Pilcher-Filmen. Auch wenn ich nicht auf diese Fernsehserie abfahre, die Landschaft ist doch beeindruckend schön. Und auch die Straßen werden kurviger. Der Linksverkehr ist schon lange keine Herausforderung mehr. Vor allem Kreisverkehre funktionieren in England wunderbar. Vielmehr mausert sich der seitliche Straßenbewuchs in Form von hohen Hecken, die ohne Lücke angepflanzt sind, zum Problem. Ein Abfahren von der Straße für eine Pinkelpause ist unmöglich. Man sieht auch keinen einzigen Fußgänger, da diese innerhalb kürzester Zeit mangels Ausweichmöglichkeiten zu Tode kämen. Sind keine Hecken in Sicht, überspannen undurchdringliche Alleebäume dicht gedrängt die Straße. Dadurch entsteht eine ganz besondere Stimmung, die ich zuvor nicht erlebt habe. Wir halten noch kurz in Truro für einen Snack, bevor nahe Land’s End die Landschaft wieder weitläufiger wird. Den südwestlichsten Punkt Englands entern wir zu Fuß und stehen nach kurzem Marsch an den Klippen. Rotbräunliche Felsformationen machen sich vor uns breit und bieten ein perfektes Postkartenmotiv. Bevor wir zum nächsten Campingplatz lostigern, mache ich meiner Angebeteten noch einen Heiratsantrag. Sie glaubt mir nicht, aber als ich nicht lockerlasse, sagt sie schließlich doch noch „ja“. Gottseidank, sonst wäre die restliche Reise wohl eher verkühlt verlaufen. Zu Fuß begeben wir uns auf einem Pfad in die nächste Ortschaft und ich finde im Fleischregal geminzte Lammschulter, die ich unter Protest meiner Verlobten kaufe. Als diese schließlich vom Grill kommen, bin ich schwer begeistert. Man kann wirklich vorzüglich essen in England. Obwohl Mel eigentlich kein Lamm mag, ist auch sie begeistert und sie muss mir beipflichten. Mit einem sehr süffigen Old Tom Strong Ale lassen wir den Grillabend nach noch mehr Fleisch ausklingen.

Wir verlassen tags darauf den Shire Cornwall und fahren bald darauf durch den Exmoor Nationalpark in Devin. Dieser ist fast ebenso schön wie Dartmoor, wenn auch wegen anderer Lichtverhältnisse nicht die gleiche düstere Stimmung aufkommt. Wir genießen aber sehr gern die Sonne an den jetzt saftig grünen Klippen. Hier prägen auch wieder einige Wildpferde und Schafsherden das Bild. Zwischen den kleinen Steinmauern, die wohl die Wiesen parzellieren, passen diese hervorragend in die fast schon kitschig wirkende Landschaft. Wir rollen heute ohne große Besichtigungen durch die südenglische Landschaft und bestaunen lediglich ein paar alte Kirchen und Burgruinen. Das King Arthur’s Castle wollte wir wegen des großen Namens eigentlich schon erkunden. Zunächst fanden wir uns aber vor einem Hotel wieder, das wir mit der Burg verwechselten. Nach kurzer Recherche stellte sich heraus, dass es sich beim eigentlichen Objekt der Begierde um eine kaum erhalten Ruine handelt, die nur fußläufig zu erreichen ist. Die Bilder am Handy zeigen lediglich wenige Überreste einer Mauer, weshalb wir beschließen, dass das offiziell genannte Tintagel Castle weder den Eintrittspreis von 10,50 Pfund pro Person noch die Parkgebühren wert ist. So beschließen wir vor der Weiterfahrt nach Wales den nächsten Campingplatz anzusteuern und es gemütlich angehen zu lassen.

Am nächsten Tag nehmen wir ein paar Kilometer britische Autobahn unter die Räder. Ansonsten haben wir uns hauptsächlich auf den A-Roads bewegt, die durchaus sehr kurvig und schön zu fahren sein können. Aber die M4 ist der schnellste weg nach Wales und die beeindruckend lagen Brücke für Motorräder sogar kostenlos, wie jede Autobahn in England. In Wales angekommen fahren wir einige Zeit die Küste entlang. Diese ist hier viel flacher und mit viel Schilf bedeckt. Wir parken und spazieren ein zwei Kilometer die Küste entlang. Einzige optische Gemeinsamkeit mit der englischen Küste sind die walisischen Schwarznasenschafe, die auch hier das Bild prägen. Ich erinnere mich prompt an die geminzte Lammschulter und frage mich, wo ich wohl in Deutschland ein ähnlich wohlschmeckendes Lammfleisch kaufen könne. Leider fehlt uns die Zeit weiter nach Wales vorzudringen, weshalb wir es bei dem kurzen Abstecher belassen müssen. Über wenige Kilometer Inland fahren zurück und Richtung Bath. Diese Stadt wurde lange von Römern besiedelt und ist – wie der Name schon sagt – bis heute bekannt für seine Thermen. Den Plan hier eine Nacht in einem Spa zu verbringen, verwerfen wir schnell wieder. Zum einen wegen der horrenden Preise, zum anderen wegen der Massen an Touristen, die die Straßen bevölkern. Optisch macht Bath allerdings einiges her. Eine Stadtbesichtigung wäre sicher empfehlenswert.

Tags darauf wollen wir Stonehenge besichtigen. Man kann ja schlecht in Südengland gewesen sein, ohne den berühmte Steinkreis fotografiert zu haben. Zu unserer Verwunderung vom Besucherparkplatz aus nichts von der legendären Kultstätte zu sehen. Stattdessen macht sich vor uns ein großes Besucherzentrum breit, dass eine Ausstellung zu den aktuellen wissenschaftlichen Forschungen über den Nutzen von Stonehenge sowie ein Freilichtmuseum mit zeitgenössischen Hütten und Werkzeugen beherbergt. Wir beschließen – unwissend, wie weit der Steinkreis vom Besucherzentrum entfernt ist – den Weg zu Fuß zu bestreiten. Nach 2,1 Kilometern kommen wir endlich an. Irgendwie haben wir uns den Kreis immer größer vorgestellt. Klar ist er beeindruckend, vor allem wenn man bedenkt, mit welchen Mitteln er erbaut wurde. Trotzdem haben wir uns die historische Stätte irgendwie imposanter vorgestellt. Wir umrunden den Kreis einmal auf dem abgezäunten Weg mit hunderten anderen Touristen, bevor wir die im Eintrittspreis von stolzen 17,50 Pfund pro Nase beinhaltete Busfahrt zur Rückreise nutzen. Im Anschluss verharren wir doch noch einige Zeit im Besucherzentrum. Schließlich machen wir uns aber auf zur letzten Etappe. Wir fahren noch am selben Tag über südenglisches Inland zurück nach Dover. Dort angekommen finden wir ein kleines Hotel in Zentrumsnähe. Den letzten Abend lassen wir in einer Bar ausklingen, in der wir wiederum vorzügliche Ales und bestes Essen serviert bekommen.

Übrigens bekommen wir bei der Fährfahrt nach Calais dann doch noch die White Cliffs of Dover zu sehen. Und bei der Gelegenheit werfen wir gleich alle zuvor verankerten Vorurteile guten Gewissens über Bord. Die Ankunft am Hafen in Calais hält dann doch noch eine Überraschung bereit: schon von Weitem sehen wir unzählige demolierte Autos mit zerstochenen Reifen oder eingeschlagenen Scheiben am unbewachten Parkplatz. Wir gehen davon aus, dass unser Gespann mit Sicherheit längst entwendet wurde oder nur noch ein rauchender Haufen Asche über ist. Zu unserer Verwunderung stehen Auto und Anhänger völlig unbeschädigt inmitten der anderen, deutlich mitgenommenen Fahrzeuge! Beruhigt können wir also die 1000 Kilometer währende Heimreise antreten.


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