Der nächste Tag steht im Zeichen ganz neuer Wege. Denn den Triglab-Nationalpark und das Soča-Tal kannten wir schon. Weiter Richtung Osten sind wir bisher aber nicht vorgedrungen. Das soll sich heute ändern. Die ersten Kilometer sind wie gewohnt völlig überfüllt mit Autos. Das gibt sich aber als wir Blejski grad passieren.


Land / Region:
Slowenien / Goriska, Gorenjska

Charakter:
Straße

Länge:
235

Reisezeit:
April - Oktober



... Den Nationalpark und damit Touristenmagneten im Rücken kommen wir bald gut vorwärts. Die wenig befahrene 210 führt uns in wiederum beschaulicher Landschaft Richtung Bad Vellach. Uns fällt auf, wie viele Wiesen es hier noch gibt. Kaum Ackerflächen sind wahrnehmbar, was der Landschaft und dem Auge sehr wohltuend ist. Vor allem im Vergleich zu unserer Heimat, wo außer im Wald beinahe jeder Quadratzentimeter entweder bebaut oder bewirtschaftet ist.

Bad Vellach selbst liegt in Österreich und ist mit einer mit Kehren gespickten Straße gesegnet. Die Kurven machen derart viel Spaß, dass wir sogar unsere Abzweigung Richtung Slowenien übersehen. Wir könnten noch Stunden der 82 Richtung Eisenkappel folgen, aber das ist schlichtweg die falsche Richtung. Um dieselben Kurven bei der Rückfahrt wieder unter die Räder nehmen zu können, fahren wir bewusst noch ein paar Kilometer nach Norden, bis wir endgültig umdrehen müssen. Überraschenderweise zeigt nämlich mein Navi eine Restreisezeit von 9 Stunden an, was einer Ankunft um 22 Uhr Campingplatz entsprechen würde. Wir beschließen, dass das Navi wieder Mal Unrecht hat und folgen der geplanten Route. Auf der 428 Richtung Solčava folgen wir den engen Kurven zuerst Richtung Süden, um dann wieder gen Westen zu steuern. Einige Zeit noch können wir Slowenien so genießen, wie wir es kennen - nämlich bergig mit Wäldern und bunten Wiesen - bevor es etwas langweilig wird. Um schnell Richtung Westen zu gelangen, fahren wir in einer unendlichen Ebene und scheinbar nur geradeaus bis Kranj. Ab da wird es aber wieder umso kurviger. Wir befahren eine der engsten je gesehenen Teerstraßen. Die Landschaft wird wieder bergig und wir haben eine schöne Aussicht, der Straßenzustand lässt allerdings zu wünschen übrig. Zum einen ist der Belag extrem schmierig und zum anderen mit tiefen Bodenwellen und Löchern gespickt. Nicht nur einen Rutscher hat jeder von uns zu verzeichnen. Schleunigst drosseln wir daher die Geschwindigkeit, bevor noch einer einen Abflug macht.

Gegen 19 Uhr kommen wir am Campingplatz an - dem Navi haben wir also zu Recht nicht vertraut. Nach der obligatorischen Baderunde im Fluss glüht wieder der Grill. Wir stellen rückblickend fest, dass auch die zweite Rundtour außerordentlich schöne Abschnitte beinhaltete. Slowenien macht auch außerhalb des Nationalparks eine super Figur. Noch bevor wir wieder die Heimreise antreten überlegen wir, ob wir uns nächstes Mal vielleicht noch den Südosten vornehmen sollten…

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