Motorradwandern von Crngrob über Skofia Loka und Ziri durch den Geopark Idrija; entlang der Idrija nach Cerkno und zurück nach Crngrob


Land / Region:
Slowenien / Zentralslowenien - Geopark Idrija

Charakter:
Straße Asphalt - mittelschwer

Länge:
120 km - 4,5 Std.

Reisezeit:
02.09.2019



8 Uhr Frühstück und das Wetter sieht nicht gut aus. Noch ist es trocken, doch eine halbe Stunde später schüttet es wie aus Kübeln. Ich gehe nach dem wie immer hevorragenden Frühstück nochmal aufs Zimmer und checke die Wetterlage für den Tag. Das Wetterradar verspricht ein Ende des Regens gegen 10:30 Uhr und es sollte bis in den späten Nachmittag trocken bleiben.

Um 11 Uhr starten wir dann. Die geplante Erkundung der Jelovica zwischen Kranj und Radovljica verschiebe ich aufgrund der Wetterlage. Hinter Skofia Loka zeigt sich der Himmel immer heller, teilweise sind sogar blaue Stellen zu sehen.
In Skofia Loka fahren wir noch zum Hofer (Aldi) um uns mit Brotzeit für den Tag einzudecken. Plötzlich reißen die Wolken auf und die Sonne brennt unangenehm auf uns herab. Wegen des vorangegangenen Regens wirds auch gleich ziemlich schwül. Also die Einkäufe verpackt und ab auf die Bahn.

Auf der 210 geht es nach Gorenje Vas. Am Kreisverkehr nehmen wir die Ausfahrt Richtung Horjul. Dann kann ich 50 m weiter dem kleinen Schild mit der Aufschrift "Zirovski Vrh Sv. Antona" nicht widerstehen und wir folgen der angegebenen Richtung.

Es geht bergauf, kurz nach der Schule am Ortsende dauert es nicht lange und die nur noch knapp 3 m breite Straße verschwindet im Wald. Stetig bergauf, Kurve um Kurve kämpfen wir uns im 1. und 2. Gang auf dem "asphaltierten Wildwechsel" durch den Buchenwald Richtung Ziri. Wenigstens ist es hier schön kühl. Ab und zu geben die Bäume sogar den Blick auf die umliegende Hügellandschaft frei - wirklich grandios. Oben angekommen hat sich der Wald dann komplett zurückgezogen, wir können das herrliche Panorama genießen.
Dank des leichten Windes kann man es sogar in der Sonne aushalten, es ist nicht mehr so unangenehm schwül wie in Skofia Loka. Auf einem Hügel machen wir unsere Mittagspause. Mein Navi ist der Meinung, wir sind irgendwo in "Zirovski Vrh Sv. Urbana".

Nach der Pause in Ziri angekommen suche ich erneut ein auf meiner Karte eingezeichnetes kleines Sträßchen nach Sp. Idrija. Ich folge meinen Gefühl und biege einem Hinweisschild nach Ledinc folgend von der Hauptstraße ab. Zunächst sieht es ja nicht schlecht aus, es geht zum Teil sehr steil bergauf, die Straße hat wiederum nur Pkw-Breite, der 1. und 2. Gang reichen völlig. Leider müssen wir dann mitten in einer 15 %-Steigung umdrehen, den weiterführenden Schotterweg brauchen wir heute wirklich nicht. Zudem will ich das Sträßchen auf meiner Karte finden - dieses wars definitiv nicht.

Also die paar Kilometer zurück nach Ziri, auf der Hauptstraße biegen wir diesmal in die andere Richtung ab und folgen der Straße kurz nach Logatec. Noch am Ortsende sehe ich dann ein erfolgversprechendes Schildchen mit der Aufschrift "Idrija". Dahinter erneut ein asphaltierter Wildwechsel der zwischen den Häusern eingepfercht aus der Ortschaft in die Wildnis führt. Schnell verschwinden wir wieder in gefühlt unberührten Wäldern, geniessen die kühle Luft und die Natur um uns herum. Viel zu schnell erreichen wir Sp. Idrija und folgen der 102 Richtung Norden zum nächsten Ziel nach Cerkno. Dort wollen wir uns eine kleine Kaffeepause gönnen.

Entlang der Idrijca schlängelt sich die 102 jeder Flussbiegung folgend Richtung Tolmin. Kurz vor Reka biegen wir rechts ab auf die 210 nach Cerkno und folgen dort den Schildern in Zentrum. Bald finden wir ein kleines Cafe wo wir draußen sitzen können und wir lassen uns Cappuccino und dunkles Radler (lecker!!!) schmecken.
Weniger schmackhaft war die Tatsache dass schon bald rundherum am Himmel nur noch schwarze bis tiefschwarze Wolken zu sehen waren. Joachim entlockte seinem Handy noch eine Unwetterwarnung für das Gebiet um Crngrob. Für uns war dies das Zeichen zum Aufbruch.

Die restlichen 40 km nach Crngrob mussten im Schnellgang abgespult werden, keiner hatte große Lust auf Regen. Die letzten 20 km hat es uns dann doch noch erwischt. Um 15:30 Uhr sind wir wieder am Pri Marku angekommen. Gott sei Dank haben die Klamotten dicht gehalten.


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