Wir bleiben auf der Insel Krk, wegen Sturmböen und Gewitter ist die Brücke zum Festland gesperrt. Dann eben eine kurze Tour an das südöstliche Ende der Insel nach Baska.


Land / Region:
Kroatien / Insel Krk

Charakter:
Asphalt - leicht

Länge:
96 km - rund 2 Std.

Reisezeit:
06.09.2019



Der Wind verhindert dass wir über die Krk-Brücke von der Insel auf das Festland wechseln können. Dies haben wir aber auch erst erfahren nachdem wir nach 20 km Stopp&Go am Parkplatz vor der Brücke angekommen sind.

Kurzfristig haben wir unseren Plan der Stadtbesichtigungen in Rijeka und Opatija umgeschmissen und gegen die Ortschaften Krk und Baska getauscht.
Der Wind in Verbindung mit dem zugezogenenen Himmel sorgte sowieso dafür dass wir eher mit Regen rechneten.

Zunächst ging es dann an den Hafen von Krk. Nach einem kleinen Spaziergang an der Mole entlang ließen wir uns in einem Bistro nieder um den weiteren Tagesplan zu besprechen. Gitte zog es vor, noch ein wenig durch die kleinen Gassen zu schlendern, wir blieben bei Cappucino und unseren Kaffeehausstühlen.

Die Stadt Krk alleine wäre es schon wert, mal einen ganzen Tag zur Besichtigung zu investieren. Schon der Kernbereich der Altstadt in der Nähe des Hafens lässt erahnen, welche Bedeutung die Stadt bereits vor Jahrhunderten für die Bewohner der Insel hatte. Mächtige sakrale Bauten und eine gewaltige Festungsanlage dominieren den historischen Kern der Stadt. Krk gilt auch heute noch als befestigte Stadt, ist vollständig von Mauern umgeben und durch 4 Tore zugänglich.

Nachdem wir alle wieder versammelt waren und die Aussicht auf Regen etwas nachgelassen hat wollten wir doch noch ein paar Kilometer auf den Motorrädern verbringen. Joachim führte uns schließlich noch an die Südostspitze der Insel Krk.

Diese Fahrt nach Baska war wieder etwas besonderes. Von der Optik der Landschaft her fühlte man sich fast in einem Karl-May-Film, auf einem Ritt durch das wilde Kurdistan. Das Beste daran war aber, dass wir die gleiche Straße auch wieder zurücknehmen mussten, auf der D102 von Kornic nach Baska kommt dank der vielen Kurven und dem stetigen Bergauf-bergab richtig Fahrspaß auf.

Die Hauptstraße D102 verläuft bis zu dessen Mündung in die Adria bei Baska größtenteils entlang des Vela Riko (= Großer Fluss). Erkennbar ist dieser große Fluss aber kaum. Zum Einen ist er hauptsächlich kanalisiert und in eine mit Steinen verkleidete, kaum 5 Meter breite Rinne gezwängt worden. Zum Anderen ist es keine Seltenheit, dass dieses Rinnsal für längere Zeit austrocknet.

Wer Wert auf eine wundervolle Aussicht legt, sollte etwa 500 m nach der Müllhalde in der Parkbucht am Obelisken (Monument Glagolitic Letter A) anhalten und die Aussicht auf den Verlauf des Tales bis Baska und die Adria genießen. Es ist einfach eindrucksvoll, wie sich das grüne Band im Tal zwischen den beiden Höhenzügen links und rechts bis an das Meer windet. Besonders der einer Mondlandschaft ähnliche Höhenzug um den höchsten Berg der Insel (Obzova, 569 m) ist wahrscheinlich einzigartig.

In Baska haben wir gleich am Anfang der Fußgängerzone unsere Bikes abgestellt und auf der Hotelterasse oberhalb des Strandes wirklich vorzüglich gespeist. Nur die immer dichter werdenden Gewitterwolken zwangen uns dann wieder auf die Motorräder.

Bei der Rückfahrt zum Hotel fing es dann zunächst leicht zu regnen an. Wir entschlossen uns, die Regenjacken anzuziehen. Richtung Krk und Malinska war ein schweres Gewitter zu sehen und der Himmel bestand nur noch aus tiefschwarzen Wolken.
Wider Erwarten hörte es nach ein paar Minuten aber zu regnen auf, nur Blitze und Donner wurden immer stärker. Kurz vor der Ankunft im Hotel in Malinska hatte ich bei einem Blitz das Gefühl als hätte ich in der linken Hand einen leichten Stromschlag bekommen, die Finger kribbelten auch leicht. Offenbar war das Gewitter doch näher als wir dachten. Gott sei Dank war unser Hotel nur noch 500 m entfernt.

Nachdem wir unsere Motorräder am Hotel abgestellt hatten fing auch der Gewitterregen an. Innerhalb von Sekunden hat es dann für etwa 1 Stunde richtig geschüttet.
So etwas nenne ich Punktlandung

Leider lässt die Vorhersage für die nächsten Tage kein besseres Wetter erwarten 😔


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