Die Wettervorhersage und der bewölkte Himmel ließen uns heute ebenfalls etwas vorsichtig bei der Tagesplanung werden. Die Erfahrungen des gestrigen Tages wirkten doch noch etwas nach. So haben wir beschlossen, erneut auf der Insel Krk zu bleiben und die kleineren Ortschaften um Silo und Vrbnik zu besuchen.


Land / Region:
Kroatien / Insel - Kvarner Bucht

Charakter:
Straße Asphalt - leicht

Länge:
78 km - 1:45 Std.

Reisezeit:
07.09.2019



... Hohe Kilometerleistungen brauchen wir sowieso nicht, möglicherweise sehen wir Krk auf eine Art und Weise wie es viele noch nicht gesehen haben.

Zunächst ging es also von Malinska nach Silo an der Ostküste der Insel. Die Fahrt dahin durch den Naturpark war fast etwas Erholung für die Augen. Viel Grün im Gelände, die Luft war kühl und würzig und die Straße war durchaus motorradfreundlich. Kurz vor der Ortschaft Silo ging es auf einmal schlagartig steil bergab von knapp 300 m NN auf Meereshöhe. Uns erwartete ein uriges beschauliches Örtchen und die Hauptstraße führte uns geradewegs auf den Hafen zu. Wer hier Probleme mit den Bremsen hat, landet zwangsläufig im Wasser.
Also haben wir gleich die Motorräder am Parkplatz abgestellt und sind am Wasser entlang ein wenig durch die Ortschaft geschlendert. Von hier aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Krk-Brücke im Norden und das Festland mit der Stadt Crikvenica in Richtung Westen.

Silo ist ein romantisches Dorf mit etwa 1000 Einwohnern. Beliebt ist es vor allem bei Familien, verfügt es doch über einen flachen Sandstrand direkt im Ort, außerdem gibt es in der Nähe noch einen Strandabschnitt mit Heilschlamm.

Nachdem alle Fotos geschossen waren ging es wieder bergauf und dann nach Vrbnik. Dies ist vermutlich die schönste Stadt an der Ostküste von Krk. In der Altstadt von Vrbnik sind sämtliche Gebäude und Straßen dem felsigen Gelände angepasst. Hier findet man auch die vermutlich engste Gasse der Welt "Klancic"(=Engpass). Diese ist etwa 4 m lang und nur ca. 40 cm breit. Angeblich sollen unverheiratete Frauen, die nicht durchpassen, ein Leben lang keinen Mann finden. Am bekanntesten ist die Stadt jedoch durch den Weißwein Zlahtina, die Anbauflächen dafür sich uns auf der Fahrt von Silo nach Vrbnik schon aufgefallen.

In der Altstadt von Vrbnik zog es uns erstmal durch die verwinkelten Gassen auf einen Parkplatz unterhalb der Altstadt. Ein paar Meter weiter kehrten wir dann in einem kleinen Restaurant zur Mittagspause ein.

Von Vrbnik aus wollten wir dann die Westküste der Insel erkunden. An einem Campingplatz bei Glavotok war allerdings zunächst Endstation. Nachdem ein Blick zum Himmel erneut auf Gewitter schließen ließ, entschlossen wir uns nach einer Zigarettenpause wieder zurück an die Unterkunft in Malinska zu fahren. Wir wollten heute nicht unbedingt bis zur letzten Sekunde warten und eine erneute Fahrt in einem Küstengewitter vermeiden.

Gegen 14 Uhr haben wir den Fahrtag beendet.

Für mich hatte das den Vorteil dass ich die Reiseberichte in aller Ruhe aktualisieren konnte und trotzdem noch Zeit blieb für einen Spaziergang und ein kleines Fotoshooting entlang der Küste von Malinska. Das befürchtete Gewitter hatte sich nämlich in Richtung Istrien verzogen.


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