Eine wunderschöne Tour durch den Norden Frankreichs,wobei sich die Küste ganz anders darstellt, als wir es von Norddeutschland her kennen.... zerklüftet und Steilküsten mit einer Höhe von bis zu 70 Metern......


Land / Region:
Frankreich / Normandie, Bretagne

Charakter:
Straßen, die teilweise sehr schmal sind und Gefälle bzw. Steigungen zwischen 10% und 15% aufweisen.

Länge:
in Frankreich cirka 3.200 Km Gesamttour 4.200 Km

Reisezeit:
Juni, oder nach den französischen Sommerferien.



 

Wir starten unsere Tour durch die Normandie und Bretagne am 19. Juni 2010. Ausgangspunkt ist die Stadt Rouen, die wir nach 780 km gegen 16:00 Uhr erreichen. Rouen ist eine sehr geschichtsträchtige Stadt, in der unter anderem die „Jungfrau von Orléans“ Jeanne d’Arc 1431 auf dem Scheiterhaufen hingerichtet wurde.

Zunächst ein paar Impressionen..........

http://www.youtube.com/watch?v=Xzbwne55ga4

Am ersten Tag fahren wir zur Hafenstadt Fécamp, allerdings ist unser erstes Ziel der östlichste Badeort der Normandie, Le Tréport. Das Navi gibt 240 km für die gesamte Tagestour und eine Fahrtzeit von um die 5 Stunden an. Zunächst folgen wir eine Weile der Seine, die sich gemächlich dahin schlängelt. Dann folgen wir der D86 in Richtung Dieppe. Wir sind überrascht wie hügelig es ist und Gefälle bzw. Steigungen von 10% bis 15 % sind an der Tagesordnung. Da wir fast ausschließlich „grüne Straßen“, d.h. unsere Route führt uns hauptsächlich über Nebenstraßen zu unserem Ziel, benutzen, geht schon eine Weile ins Land, bevor wir nach circa 100 km
Le Tréport erreichen. Von da aus geht es über kleine Küstenstraßen zur Stadt der „Drei Häfen“ Fécamp. Da wir noch etwas Zeit haben, bevor es dunkel wird, besuchen wir noch die berühmteste Stelle der Alabasterküste „die Steilklippen“ von Étretat.

 

Der zweite Tag führt uns zu unserer ersten Übernachtung in einem Chambre d´hôtes (Gästezimmer bei privaten Vermietern) im Ort Longueville. Auf der „Route de l’Ivoire et des Epices“ (der Elfenbein- und Gewürzstraße) entlang der Küste steuern wir zunächst Le Havre an, die bekannte Hafenstadt an der Seine-Mündung. Die imposante „Pont de Normandie“, eine Schrägseilbrücke mit einer Länge von 2141 m und einer Höhe von 215 m dürfen wir als Motorradfahrer kostenlos benutzen, Autos und LKWs müssen eine Maut bezahlen. In Ville-sur- Mer verlassen wir die Küstenstraße und fahren in das Département Calvados, das für seinen gleichnamigen Apfelschnaps berühmt ist. Weiter geht’s durch die normannische Schweiz in Richtung Caen, um schließlich der kleinen Küstenstraße D514 zu folgen. Das Meer ist zum Greifen nah. Nach etlichen kleinen beschaulichen Badeorten, die zum Verweilen einladen, erreichen wir Omaha Beach. Hier sind am D-Day die Truppen der Alliierten gelandet, um Europa vom Hitlerregime zu befreien.

Nach kurzer Verweildauer fahren wir zu unserem Quartier „Le Roulage“. Es entpuppt sich als ein alter Bauernhof, der von seinen Besitzern liebevoll restauriert wurde.

 

Der dritte Tag navigiert uns zum nördlichsten Punkt der Normandie, dem
„Cap de la Hague“. Unsere Strecke führt uns am Fort Vaast La Hougue, am Utah Beach und an Barfleur vorbei. Von Barfleur geht es über Cherbourg weiter zum
„Cap de la Hague“. Da es etwas spät geworden ist benutzen wir nun etwas größere Straßen, um unsere Unterkunft in Beauvoir zu erreichen, die nur etwa 3 km vom
Mont St. Michel entfernt liegt.

Den nächsten Tag bleiben wir am „Ort“ um den Mont St. Michel und St. Mâlo zu erkunden.

 

Das Ziel unseres fünften Tourentages ist das kleine Fischerstädtchen Paimpol, das für seine Fischrestaurants berühmt ist. Wir verlassen die Normandie und wollen uns nun die Bretonen anschauen. Wir folgen der Smaragdküste und besuchen verschiedene Aussichtspunkte. Am Cap Frehel legen wir eine kurze Pause ein, um dann weiter zu unserem heutigen Domizil bei Madame Agnès Durillon zu gelangen.

 

Am sechsten Tag ist unser Ziel das 320 km entfernte Saint-Nicodème. Wir fahren durch den Nationalpark „Amorika zur Halbinsel Crozon, um den „Pointe de Penhir“ anzusteuern. Man fühlt sich in die Alpine Welt versetzt; so schroff und felsig ist die Küste. Nach weiteren
140 km erreichen wir unsere heutige Herberge Saint-Nicodème und nehmen erst einmal ein erfrischendes Bad im Pool.

 

Ab heute, dem siebten Tag, beginnt die Rückreise und unser heutige Reiseziel Saumur liegt schon nicht mehr in der Bretagne. Zwei Sehenswürdigkeiten stehen auf dem Programm. Zum Einen die „Menhire von Carnac“ und zum Anderen das in einem Nationalpark liegende Museumsdorf Kerhinet. Von der Megalithen-Anlage von Carnac sind wir enttäuscht, aber Kerhinet ist schon eine Reise wert. Gegen 18:00 Uhr erreichen wir bei 36° C im Schatten Saumur und erleben einen traumhaften Sonnenuntergang an der Loire.

 

Bei der heutigen Tagesetappe nach Auxerre, zu unserer letzten Übernachtung im Chambre d’hôtes bei Etienne et Hassana Delannoy, besuchen wir  aufgrund der großen Hitze nur noch das berühmteste Wasserschloss Frankreichs, das Schloss Chenonceau. Nach 380 km erreichen wir  Auxerre.

 

Am neunten Reisetag verlassen wir Frankreich und fahren über Troyes, Châlons-en-Champagne ins 420 km entfernte Trier, wo wir im Hotel Pieper übernachten. Am nächsten Tag starten wir wieder Richtung Heimat……….

 

Zusätzliche Informationen:

Ich habe eine „Gesamttour“ aus den Tagestouren erstellt. Diese GPX-Datei soll einen Überblick geben, ist aber eigentlich, aufgrund ihrer Größe, nicht geeignet, um eine Detailplanung vorzunehmen. Falls jemand die Tagestouren und/oder das Unterkunftsverzeichnis haben möchte, möge er sich bitte über meinen TF-Scout Account mit mir in Verbindung setzen.

Hier ein paar Impressionen..........

http://www.youtube.com/watch?v=Xzbwne55ga4


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