Was für eine Szenerie am Nordostufer des Loch Assynt, welche die wahrlich dramatisierten Ruinen von Ardveck Castle an diesem Tag einfach mal so vor unsere staunenden Pupillen werfen. Die Sonne knipst einen Spot auf die alte urige Feste an, während im Hintergrund dunkelste Wolken wie eine finstere Drohung aus Mordor geduckt über ein


Land / Region:
Schottland / Highlands

Charakter:
Single Track Road

Länge:
210

Reisezeit:
April - Oktober



... Bergpanorama kriechen. Ein fantastisches Naturschauspiel und ein grandioser Ausblick, von dem wir uns nur mit äußerster Mühe wieder losreißen können.

So ähnlich präsentiert sich die Landschaft den ganzen Tag lang, düstere Wolken spucken gelegentlich ihren Regen in die Täler und Berge, während die Sonne immer wieder Lücken findet, um die sich bietenden Ausblicke endgültig unwirklich schön erscheinen zu lassen.

Wir sind immer noch auf der Küstenstraße auf dem Weg ans nordwestliche Ende von Schottland unterwegs und saugen atemberaubende Stimmungen und Landschaftsszenen in Endlosschleifen in uns auf. Majestätisch ragen die ältesten Gesteinsformen der Welt mit ihren verwitterten Schotterfeldern aus der Landschaft, satte Wiesen irrlichtern in allen Farben durch die Täler. Das es immer wieder mal ein wenig regnet und nieselt, das Thermometer knapp zweistellige Werte verspricht - vergessen und verziehen. Nass werden wir eh höchstens, wenn wir mal wieder sabbernd nach einem Ankerwurf vor einer dieser grandiosen Kulissen stehen.

Das kleine Örtchen Durness an der Nordwestspitze Schottlands lebt vom Tourismus, die weiten und leeren Sandstrände sind umwerfend, die Ausblicke auf das Meer endlos. Hier hat ein kleines Bächlein mit dem gigantischen Eingangsschlund der ersten Kammer der Smoo Cave ein Höhlenwunder geschaffen. In die zweite Kammer mit einem Wasserfall und in die dritte Kammer (per Boot) gelangt man nur mit Führung, wir verlegen uns jedoch aufs Bummeln und Staunen, sitzen eine halbe Ewigkeit am Ende Schottlands und genießen die Stille, die Weite und die Blicke entlang der schier endlosen Küstenlinie.

Zweiter Tag - Wandertag ist angesagt. Das Wetter präsentiert sich genau richtig, die düsteren Wolken von gestern hat der Wind verjagt.

Der Abzweig nach Stoer und Drumberg kurz hinter Lochinver ist schnell gefunden und wir erreichen rasch das 1870 erbaute Rhu Stoer Lighthouse, einem herrlichen Aussichtspunkt an der Küste. Die Koffer sind leer, hinein die Klotten, umziehen und rein in die Wanderstiefel und los geht's. Von hier starten Pfade zum Old Man of Stoer, einer einsamen von tausenden Seevögeln bevölkerten hohen Felsnadel, die inmitten einer grandiosen Klippenszenerie auf einer schmalen Abbruchkante aus Sandstein 60 m aus dem Meer ragt. Unterwegs bieten sich atemberaubende Ausblicke zu den Hebriden am Horizont und im Osten zeigen sich die Berge der Highlands wie Perlen auf einer Schnur aufgereiht im 180°-Panorama von ihrer schönsten Seite.


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