Das Land der weißen Pferde, der schwarzen Stiere und der rosa Flamingos, so wird die Camargue noch immer gesehen. Dabei wurde das sumpfige, von Stechmücken bevölkerte und von den Armen der Rhone begrenzte Delta zwei Jahrtausende gemieden. Erst im 17. Jahrhundert setzte langsam eine intensivere Nutzung ein und Ende des 19. Jahrhunderts waren


Land / Region:
Frankreich / Provence

Charakter:
Asphalt & Schotter

Länge:
450

Reisezeit:
April - Oktober



... die im Osten gelegenen Salinen von Salin de Giraud die größten in Europa.

Stilecht wäre natürlich eine Erkundung des Gebietes auf dem Rücken eines gutmütigen Camarguepferdes, doch wir nutzen lieber die Pferdestärken unter unseren Motorradsätteln, auch wenn die brettelebene Landschaft mit der Bikerbrille betrachtet, wenig attraktives zu bieten weiß. Ein Wechsel des Blickwinkels offenbart jedoch: noch heute präsentiert sich die Camargue mit dem spröden Charme eines sumpfigen Schwemmlandes, reetgedeckten Hirtenhäusern, ursprünglicher Natur und phantastischen Stränden. 

Wir starten nach einem wie immer üppigen Frühstück unsere Anreise von unserem Quartier Lo Rastelie mit dem Tagesziel Salin de Giraud in Richtung Süden, wo wir bei einer Familie, die in ihrem Haus 4 Zimmer als B&B bereitstellt, die Tage in der Camargue nächtigen werden. Als letzter Höhenzug vor der brettflachen Ebene präsentieren sich die Les Alpilles - die kleinen Alpen - deren Gipfel nicht einmal 400 m erreichen. Doch das Kalksteinmassiv hat durchaus seinen Charme und präsentiert sogar den einen oder anderen Pass, auf dem sich dann wieder einmal bewahrheitet: absolute "Höhe" sagt absolut nichts über den Spaßfaktor aus.

Erstes Ziel, das wir auch ausgiebig erkunden, ist das Dorf Eygalières, dessen Häuser und Gassen eine harmonische Szenerie bilden. Der eigentliche Höhepunkt ist aber die kleine romanische Chapelle Saint-Sixte, die einsam auf einer Anhöhe über dem Dorf thront und die einem grandiose Ausblicke, die sich kein Hobbyfotograf entgehen lassen sollte, auf die schroffen Kalksteinberge und die Umgebung zu Füßen legt.

Der erste Tag in der Camargue soll dann dem Fahrrad gehören, was erstmal gründlich schief geht, denn ein Plattfuß und der kräftige Mistral fegen alle guten Vorsätze über alle Salinen. Zum Sonnenuntergang am Plage de Piémanson nutzen wir wieder das Bike, das den Winden bedeutend besser zu trotzen weiß. Nicht auslassen sollte mensch dabei an der D36 die Aussichtsrampe Pointe de vue sur les Salines, die einen guten Blick über Europas größte Salinenfelder ermöglicht.

Tag zwei gehört der Tierwelt. Zahlreiche heimische Vogelarten lassen sich in dem 60 Hektar großen Parc Ornithologique de Pont de Gau beobachten. So nah kommt mensch den Flamigos und Reihern nirgends in der Camargue. Eine kleine Schotterfahrt ist auf dem Rückweg auch noch dabei.

Am dritten Tag erkunden wir die Camargue schließlich zu Fuß auf der Digue de la Meer zum Phare de la Gacholle, genießen den Strand südlich von Port St. Louis du Rhone und den Hafen des kleinen Städtchens.

Den letzten Tag verbringen wir schließlich in Les Saintes Maries de la Mer, bummeln über den Markt und besteigen das Kirchdach von Notre Damme de la Mer. Wer einen besseren Panoramablick über die Camargue findet, sollte sich bei mir melden!


Trackviewer und Höhendiagramm werden Ihnen präsentiert von www.GpsWandern.de.

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