Von Munster über den Col de la Schlucht zur Koenigsburg - der wohl meist besuchten Sehenswürdigkeit im Elsass. Wegen der Menschenmassen die sich auf der imposanten Burg drängen, fahren wir ohne Halt weiter nach Riquewihr. Den Originalbericht mit weiteren Fotos findet ihr unter: http://www.mfst-indersdorf.de


Land / Region:
Frankreich / Elsass / Vogesen

Charakter:
Straße

Länge:
185km

Reisezeit:
April - Oktober



Samstag 19. Mai:

Wir haben die Wahl südlich unseres Standortes kleine kurvige Waldstraßen zu Erkunden oder weitere Sehenswürdigkeiten zu besuchen. Nach demokratischer Abstimmung wählt die Mehrheit nochmals die Nordroute um als Highlight des Tages die Haut Königsbourg zu besuchen.

Wir wedeln von Munster über Stosswihr zum Col de la Schlucht! Hier oben treffen sich aus allen 4 Himmelsrichtungen die feinsten Motorradstraßen. Entsprechend groß ist daher auch das Aufkommen der motorisierten Zweiradfraktion und, wie sollte es auch sein, der blauen „Rennleitung“. Wir können aber unbehelligt weiterfahren,  überqueren den Col d Lousenbach um uns am Col d Bagnelles eine erste Pause zu gönnen. Nach dem Cafe au Lait ist es nur noch ein Katzensprung über den Col de pre Raves zur Koenigsbourg. Ganz Frankreich und das Grenzgebiet scheinen sich heute auf dieser, sicherlich sehenswerte Burg treffen zu wollen. Die  im 12. Jahrhundert erbaute Koenigsbourg ist Zeitzeuge mehrerer Jahrhunderte innereuropäischer Auseinandersetzungen und Rivalitäten zwischen Lehnsherren, Königen und Kaisern. Die Mauern haben viel zu Erzählen und deshalb gestaltet sich wohl auch die Auffahrt zum angesagten Motorradstellplatz zäh und schweißtreibend. Im Stau stehend beschließen wir ein weiteres Mal und schweren Herzens diese Sehenswürdigkeit heute auszulassen und gleich weiter nach Riquewihr zu fahren.

Nur wenig später sind wir auch hier auf Parkplatzsuche, können uns aber verstreut zwischen parkende Autos quetschen. Riquewihr ist auf Grund seines, seit dem 16 Jahrhundert unversehrt erhaltenem Stadtbilds, ein weiterer Touristenmagnet der Region. Trotzdem bummeln wir ein wenig durch den Ort, finden gar ein Café mit Platz für die ganze Truppe  und lassen die beeindruckende, beschauliche Kulisse auf uns wirken.

Es ist warm und daher beschließe ich die meist einspurige aber schattige Waldstraße zum Col d Freland zu fahren.

Nach  Orbey und  Tannach  wollen wir die Festung Lingenkopf besuchen, verpassen aber irgendwie den Anschluss und irren auf kleinen aber spannenden Wegen rund um den  Col du Linge herum. Letztendlich finden wir die Festung aus dem 1. Weltkrieg doch.  Vom 15. Juli bis zum 20. Oktober 1915 sind hier nahezu 17000 französische und deutsche Soldaten gefallen. Selbst heute noch werden immer wieder gefallenes entdeckt zu deren Gedenken Schwarze (deutsche) und weiße (französische) Kreuze aufgestellt sind.

Nach Besichtigung des Museums und der gut erhaltenen deutschen Stellungen machen wir uns auf den Weg zurück zum Hotel. Einen bitteren Beigeschmack hinterlässt das Passieren einer Unfallstelle bei Hohrod. Eine Gruppe deutscher Motorradfahrer hat ihre Maschinen am Straßenrand abgestellt und die französische Rettungsmannschaft bereitet sich mit Klettergeschirr wohl auf die Bergung des Verunglückten vor.

Es ist nicht von der Hand zu weisen, das Elsass ist ein Eldorado für Motorradfahrer, es verzeiht aber auch zu forsche Gangart nicht.

Auf den letzten Metern erwischt uns heute tatsächlich noch der Regen, aber wegen des paar Minuten verbleibenden Wegs machen wir kein Aufhebens davon.

Den letzten Abend im Obersolberg feiern wir natürlich gebührend.

 

So. 20. Mai

Nach leckerem Frühstück ist nun die Heimreise angesagt. Die Mopeds sind gepackt und sogar Norbert steht pünktlich vor unserem Hotel. Michi II wird, wie schon auf der Anreise seine eigenen Wege gehen. Maria und Holger haben noch etwas Zeit da ihr Autoreisezug nach Hamburg erst abends um 21:00 Uhr geht.

Andrea, Peter, Uli, Norbert und ich wollen die Rückfahrt ebenfalls zu einer kurzweiligen Tour gestalten und fahren gemeinsam über  Gutach, Furtwangen, St Georgen, Rottweil, Meßstetten und Albstadt nach Münsingen um dann ab Merklingen die A8 nach München zu nehmen.


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