Den Tourbericht mit weiteren Fotos findet ihr auch unter: http://www.mfst-indersdorf.de


Land / Region:
Italien / Toscana Umrien Abruzzen

Charakter:
Straße

Länge:
3300km

Reisezeit:
Juni



2014 Umbrien-Abruzzen in 9 Etappen

Etappe 1 Do.19 Juni 2014 (447km) zum Gardasee

Obwohl schon zig Mal gefahren wollen wir die erste Etappe nicht einfach vollends auf der Autobahn hinter uns bringen. Standardmäßig wählen wir den schnellsten Weg nach Garmisch über die A95, dann über den Zirler Berg nach Axams, Natürlich müssen wir über die alte Brennerstraße und natürlich biegen wir bei Sterzing rechts ab um das Penser Joch unter die Räder zu nehmen.  Nach Bozen erklimmen wir noch den Passo di Mendola mit um dann weiter über Castello Belfort, den Lago di Molveno und Nago das heutige Etappenziel den Monte Baldo am Gardasee anzufahren. Kurz vor San Giacomo folgen wir dem Hinweisschild rechts zum „Agritour Mortigola“Eine nette Pension in Nachbarschaft eines Restaurants mit  gut ausgestatteten Zimmer in einem Blockhaus. 
Etappe 2 Fr.20. Juni 2014 – nur Schnell durch die PO – Ebene (386km)
Bemerkenswert fröhlich wird uns das Frühstück bereitet. Italienischer Standard aber trotzdem ausreichend. Kuchen, Brötchen, Wurst, Käse, Müsli und Obst sollten wohl genügen. Gesättigt und von der guten Laune der Hausherrin angesteckt machen wir uns auf, die Poebene auf schnellstem Weg über die Autobahn hinter uns zu bringen.
Um 11:36 haben wir  Eene hinter uns und verlassen die Autobahn bei Rioveggio - ab hier beginnt dann auch die angefügte  GPX - Route .
Gleich nach dem Mauthäuschen beginnt auch schon die Kurvenhatz!  Bevor wir uns in Monzunoim Albergo Ristorante Montevendere eine Pause gönnen, passieren wir noch eine kurvenreiche Sttraße die, wohl zum kommenden Wochenende, für ein Bergrennen präpariert ist . Die Speisekarte des Montevedere ist verlockend. Trotzdem bleibt es bei leichtem Salat und einer kleinen Nachspeise. Es ist heiß und schweres Essen würde unsere Fahrtüchtigkeit erheblich einschränken. Nach Monzuno verwöhnt uns die SP59 weiterhin mit echtem Fahrspaß. Kurz hintereinander folgende Rechts links Kombinationen lassen die von der Pause erstarrten Knochen und Muskeln schnell wieder geschmeidig werden. Wir passieren Piamaggio, Firenzola und Mugello mit seinem Autodrome, dann Borgo san Lorenzo, Dicomano, Londa bis wir es in Ciusi de la Verna(Toscana) für heute gut sein lassen und in der Albergo Pizzeria Ristorante Da Giovanna zwei Zimmer belegen.
 
Etappe 3 Sa. 21 Juni 2014 – durch den Nationalpark Monti Sibillini (290km)
Die ersten Kilometer nach dem Frühstück führen uns wieder in flachere Gefilde. Überhaupt ist die Landschaftliche Vielseitigkeit der gesamten Tour bemerkenswert. Nie kommt Langweile auf. Sanfte Hügel werden unvermittelt von alpinen Bergen abgelöst um dann wieder scheinbar ebenem Gelände Platz zu machen. Nach den Orten Chiusi De la Verna und Pieve Santo Stefano passieren wir jetzt den Lago die Montedoglio. Die Szenerie erinnert an Uderzo’s Zeichnungen aus den wohl bekannten Asterix Comics. Die Stadtmauer von Anghiari zwingt uns geradezu zu einem Fotostopp.  Mittlerweile haben wir die reiche Toscana verlassen und sind in das arme Umbrien eingetaucht. So schlecht die Straßen nun sind so schön sind dafür die Berge. Nach Umbertide fahren in den Nationalpark Monti Sibillini ein. Unbeschreiblich welche unerwartete Aussicht sich nach einer kleinen Kuppe uns bietet. Eine saftig grüne Hochebene umrahmt von Bergen. Ein überdimensionaler natürlicher Kessel liegt vor uns - Der Piano Grande. Stundenlang könnten wir dieses Bild auf uns wirken lassen aber schweren Herzens fahren wir weiter. Wir passieren Gubbio ,Casa Castalde, Costa di Trex, Armenzaro, San Giovanni, Valtopiana, Capodaqua, Colfiorito, Pieve Torin,a Visso , Casteluccio und Trisungo bevor wir in Amatrice im Hotel Il Catagnetto einchecken. Das Hotel hat nach dem schweren Erdbeben 2016 mittlerweile dauerhaft geschlossen.
 
Etappe 4 So. 22.Juni – durch den Nationalpark Gran Sasso (268 km)
Gleich nach dem Ortschild von  Amatrice geht Heute der Kurvenspass los. Mit den Orten Roccapassa Aringo, Torrale und Villa san Pietro kratzen wir gerade wieder so die Grenze des Nationalparks Gran Sasso. Bei Arischi können wir endlich auch in das kleine Paradies einfahren. 
Gegen Mittag biegen wir ab in den Campo Imperatore.  Wir streifen Santa Stefano di SessanioRocca Calasciound Castel del Monte.  Kleine, schmale aber gut zu fahrende Sträßchen liegen vor und hinter uns. Ab und an müssen wir auf Sand in den Kurven reagieren. So lange als möglich halten wir uns heute im Nationalpark auf. Fahren in großem Bogen wieder nach Norden und verdrängen dass dies ja schon die Rückreise einläutet. Cupoli, Bisenti, Scarcasale, Castelli, isIola del Gran Sasso, Montorion al Vomano liegen auf dem Weg. 
In dem Bergsteiger und Downhill – Biking Eldorado Prato di Tivo im Parco Nationale Monti della Lage finden wir im Hotel Amoricci eine Unterkunft.
 
Etappe 5 Mo. 23. Juni – wieder zurück durch die Nationalparks Gran Sasso und Monti Sibillini (309km)
Noch einen weiteren Tag dürfen wir im Nationalpark Gran Sasso verbringen. Da wir die Nacht am Ende einer Sackgasse verbracht haben, fahren wir die letzten Kilometer von gestern wieder talwärts zurück. Eine Straße zurück zu fahren bedeutet aber auch eine neue Aussicht zu genießen. 22 Kehren bringen uns hinunter in das Tal des Fiume Vomano. Wir folgen der relativ gut befahrenen SS80 bis nach Ortolano und biegen dort rechts zum Lago di Campotosto ab. Nach der Seeumrundung fahren wir auf der SS80 zurück und verlassen das Tal des Vomano bei Nerito auf die SP45a. Eine Autobahn oder Rennstrecke dürfen wir auch hier nicht erwarten. Eine anspruchsvolle Strecke ohne Zweifel! Schlaglöcher, teilweise weggespülte Straßenhälften und geringe Besiedelung sind unsere Begleiter auf den restlichen Kilometern durch den Nationalpark. Abends gegen 17:00 Uhr verlassen wir den Park bei Santa Maria. Bei  Trisungo dürfen wir wieder auf kleinee, nicht kategorisierte Wege in die Berge abzweigen. An der Grenze zum Nationalpark Monti Sibilini treibt es uns rastlos weiter gen Norden. Amandola, Sarnano, Bolognalo, San Lorenzo al Lago, Polverina und Copagna liegen auf unserer Strecke bevor wir in Sefro im Hotel Faustina Quartier beziehen.
 
Etappe 6 Di. 24. Juni – Umbrien (254km)
Wir haben wunderbar geschlafen, packen die Motorräder und begeben uns zum Frühstück in das Restaurant des Hotels. Etwas östlich von unserer Anreiseroute fahren wir heute wieder auf Straßen der kleinsten Kategorie weiter gen Norden. Von Sefro über Fiuminata bis zum Abzweig zu SP9 ist die Straße noch gut ausgebaut.  Auf der nun folgenden, maroden Strecke nehmen wir Orte wie Vocabolo, Campodonico und Serradicekaum wahr. Ab Cancelli und Campodiegoli ist die Straße auf der Michelin Karte sogar gelb eingezeichnet was aber nicht unbedingt etwas über ihre Qualität aussagt. Flott bringen wir die Strecke bis kurz vor Sassoferato hinter uns. Hier schwenken wir nach Westen ab um in den Parco del Monte Cucco zu fahren. Die Straße windet sich umrandet von kargen Bergen durch grüne Täler. Wir passieren Scheggio, verlassen den Park bei Colle Aguzzo, durchqueren Pontericcioli, begeben uns für ein paar Kilometer auf die SS452. Schon bald langweilt die SS452 so, dass die Entscheidung gefällt wird nördlich auf die Strada Provinziale di San Bartolomeo abzubiegen. Kurvig, eng, mieser Zustand aber absolut kein Verkehr. Nicht einmal einheimische Pandas stören hier. In Pianello wird auf die SP28 nach Seravella die Carda gewechselt. 
Der Gipfel des Monte Nerone verspricht eine tolle Aussicht. Die Bergauf führende Straße ist richtig gut ausgebaut sodass die Gashand etwas lockerer zucken darf als sonst auf dieser Tour. Ab dem Gipfel haben wir die Wahl, den gleichen Weg zurück nach Pian die Trebbio oder die Route Richtung Piobicco zu nehmen. Wir entscheiden uns für Piobicco - aber ACHTUNG  - die Straße wurde lange nicht mehr gewartet und bietet einige Überraschungen. Wer in normalen Kehren schon unsicher ist, sollte daher auf alle Fälle den Weg zurück nach Pian die Trebbio wählen. Die nächsten Orientierungspunkte auf den von uns gefahrenen  Verbindungssträßchen sind Sant Angelo in Vado, Piandimeletto, Sestino, Pratieghi, Balze, und Verghereto bevor wir in dem Kurort Bagno die Romagno ein Nachtquartier finden. 
 
Etappe 7 Mi. 25. Juni wieder schnell durch die Poebene nach Levico Terme/Trentino (392km).
Geradeso als wolle er unsere Rückreise verhindern empfängt uns der heutige Tag mit Regen. Trotz Allem wollen wir die Hauptstraßen meiden, kommen relativ trocken über Santa Sofia, Galeata, Rocca san Casciano, Modigliana bis nach Brisgella. In Brisigella aber öffnet sich der Himmel dermaßen, dass wir eine Bar aufsuchen um nicht von der Straße weggespült zu werden. (hier endet dann auch auch die angefügte  GPX - Route)
 
Bald lässt der Regen auch nach, sodass wir uns wieder in die Gummihaut begeben bevor wir ab Faenza die nächsten Kilometer auf der Autobahn hinter uns bringen. ABei Sonnenschein verlassen wir in Trento Süd die Autobahn und rollen später mit den letzten Tropfen Sprit in die Garage des „Cristallo“ in Levico Terme
 
Etappe 8 Do. 26. Juni Ex Forte Belvedere und Relaxen im Cristallo,
Heute ist Entspannung angesagt. Lediglich ein kleiner Ausflug nach Lastebasse zum Ex Forte Belvedere, auch bei den Österreichern Werk Gschwent genannt, führt uns in eine Zeitreise in eine der düstereren Epoche der Geschichte Europas. Die Besichtigung dauert länger als gedacht und so beschließen wir  den Tag für heute am Pool des Cristallo ausklingen zu lassen.
 
Etappe 9 Fr. 27. Juni über Trentino und Südtirol nach Hause
Für Spätnachmittag ist nahe der Heimat Regen angesagt. Also werden wir den ersten Teil der letzten Etappe noch so kurzweilig gestalten wie möglich. So schwingen wir wieder einmal durch das Val Fersina,gönnen uns das Lavazejoch und kommen über das Eggental nach Bozen.
Nach Bozen fahren wir heute aber nicht hinein sondern biegen gleich am Ortsanfang zum Ritten ab. Wir genießen die Fahrt durch die Hochebene und kommen über Klobenstein wieder auf die SS508 zur Penser Joch Route. Ab Sterzing folgen wir der der Brennerroute über Axam, den Zirler Berg nach Garmisch und München nach Hause.
 


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