Auf ins Getümmel! Auf nach Carpentras! In irgendeinem Reiseführer hatte ich gelesen, wenn mensch Carpentras besuchen will, dann sollte er unbedingt an einem Freitag hin fahren, denn angeblich ist der Markt an diesem Tag der größte und schönste der Provence. Auf jeden Fall ist er groß und bunt, ob er der schönste ist, kann ich nicht


Land / Region:
Frankreich / Provence

Charakter:
Asphaltstraßen

Länge:
165 km

Reisezeit:
April - Oktober



... beurteilen, dafür haben wir zu wenige davon gesehen. Shoppen und in Menschenmassen bummeln gehören nun nicht unbedingt in unseren Kernkompetenzbereich.

Aber wir schlugen damit gleich zwei Fliegen, die uns in die berühmte Klappe geflogen sind: so manche schöne Winkel lassen sich in der weitläufigen historischen Altstadt entdecken und weil das Kleinstädtchen ein landwirtschaftliches Zentrum der Provence darstellt, ist auch das Warenangebot auf dem Markt schier unerschöpflich.

Gegen Mittag war es dann auch genug mit leuchtenden Marktständen und kulinarischen Gerüchen aller Art. Die Bikes warteten auf Action und die hatten wir mit der Gorges de la Nesque auf dem Programmzettel. Die Anfahrt war schnell erledigt und auf den ersten Kilometern ging mir doch glatt der Gedanke durch den Kopf: "Naja, nix besonderes. Hast wohl schon zu viele Schluchten gesehen". Denkste - nix haste gesehen und DAS schon gar nicht. DIESE Schlucht kann neben dem Mont Ventoux locker als landschaftlicher Höhepunkt der Region mithalten. Auf den ca. 20 km bieten sich immer wieder spektakuläre und grandiose Ausblicke, die sich langsam zu steigern wissen und ihren Höhepunkt auf der Passhöhe von schlappen 732 m finden. Ganz großes Kino und diese Leinwand sollte sich jeder gönnen, der die Region besucht.

In Monieux gönnen wir uns einen kleinen Durchschnaufer und fahren die restlichen Kilometer ins Lavendelzentrum weiter. In Sault, welches in 766 m Höhe auf einem Felsvorsprung thront, wollten wir eine Lavendeldestillerie besuchen. Die Destillerie Aroma'plantes, eine Bio-Destillerie hatten wir uns ausgesucht und nach kurzem Suchen auch gefunden. Ein schier unerschöpfliches Angebot an Lavendelöl, Honig, Seifen, Kosmetika türmte sich in dem kleinen Laden. Auf einem Rundgang über das Gelände mit einem kleinen Garten, etlichen Schautafeln und vielen Erklärungen lässt sich viel Neues erfahren.

Nun aber ab nach "Hause". Langsam wurde es nun am späteren Nachmittag doch ein wenig kalt. Für die Jahreszeit - wir waren im September in der Provence - hatten wir einen recht ungewöhnlich kalten Tag erwischt. Maximal 13° bot die Anzeige an der GS im Laufe des langen Tages und im Lo Rastelie war ein leckeres Abendessen, das wir uns nicht entgehen lassen wollten, angekündigt. Wir wählten die Route über Aurel, Montbrun, die D40 nördlich des Mont Ventoux umd über Vaison la Romaine zurück zu gelangen. Auch eine schöne Ecke, die es mal zu erkunden gäbe. Das muss nun leider erst eimal warten.


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