Der 2. Tag führt uns vom Luib über das Glen Coe, das Commando Memorial nach Skye.


Land / Region:
Großbritannien / Schottland

Charakter:
Straße/Single Track

Länge:
290

Reisezeit:
Mai



Einen Film der Tour gibt es: HIER

Als wir gegen 7:30 Uhr erwachen, trauen wir unseren Augen nicht. Strahlend blauer Himmel und leichte Nebelschwaden ziehen durch das Tal. Schnell die Mopeds befreit. Dies geschieht zum Glück auch problemlos. Mit neuer Energie lässt sich einiges meistern.

Das full scottish breakfast kann ich nur jedem empfehlen, wenn man es frühmorgens deftig mag.

Zumal man bis zum Abendessen keinerlei Hunger verspürt. So wird diese Art des Frühstücks, unserer Favorisierte auf der gesamten Reise. Doch auch hier gibt es qualitative Unterschiede, wie wir feststellen werden.

Gut gerüstet fahren wir Richtung Glen Coe. Das Wetter könnte nicht besser sein. Um die 15 Grad Celsius und Sonnenschein. Der erste Zwischenstopp soll auf Anraten von Erik Peters eine Stelle aus sein, an der Daniel Craig und Judi Dench zusammen eine Filmszene drehen. Kenner wissen es handelt sich um den Film Skyfall. sein. Die Koordinaten für alle Interessierten 56°37'10.1"N  4°55'52.2"W

Natürlich musst auch ein Foto in entsprechende Pose geschossen werden. Im Nachhinein betrachtet sehen wir aber nicht aus wie James Bond, sondern eher wie ein Biker der am Straßenrand pinkelt. Naja, wir sind halt keine Stars. Aber eine wirklich traumhafte Kulisse durch die man hier reist. Zurück geht es über das stark befahrene Glen Coe weiter Richtung NW über Fort Williams zum Glennfinnan Viadukt und Monument. Es sind einige Touristen unterwegs, aber es ist nirgendwo wirklich überlaufen.

Vorbei an einigen Lochs und immer noch viel Verkehr, erreichen wir bei Spean Bridge das Commando Memorial. Mit einem herrlichen Blick auf den Ben Nevis und einigen trüben Gedanken bezüglich der Bedeutung dieses Denkmals fahren wir weiter über Laggan und Invergary.

Die Landschaft wird immer fantastischer und der Verkehr dafür umso weniger. Aber auch das Tankstellennetz. Vor lauter überwältigenden Eindrücken haben wir die Tankanzeigen außer Acht gelassen. 5km Restreichweite zeigt die Honda meines Kollegen. Da endlich eine Tanksäule. An dieser hängt ein Schild „out of order. Und nun? Im benachbarten Hotel frage ich nach der nächsten Möglichkeit. Die nette Dame meinte die Richtung ist egal. In jede sind es ca. 15km bis zur nächsten Tankmöglichkeit.

Es wird also spannend. Mal schauen wie genau so eine Anzeige ist. Und siehe da wir schaffen locker die 15km, ohne am Ende die Honda schieben zu müssen. Erleichterung macht sich breit.

Der folgende Plan entspringt auch dem Besuch von Erik Peter´s Vortrag. Wir wollen in Shiel Bridge abbiegen, um die Glenelg Fähre nach Skye zu nehmen. Der Weg dorthin ist fahrerisch zwar herausfordernd, da es mit Splitt überzogene Serpentinen zu meistern gilt. Aber die immer wieder neuen Landschaftseindrücke sind unbeschreiblich und machen ein sofortiges Verarbeiten schwer. Es ist ein Erlebnis mit der kleinen Drehbrückenfähre zu Isle of Skye über zu setzen. Auf Skye angekommen schlängelt sich unsere erste befahrene single track road Kyle of Localsh entgegen. Hier beziehen wir unser Quartier. Auf dem Landweg mit Überquerung der Brücke nach Skye wären wir am Eilean Donan Castle vorbeigekommen. Da wir dies verpasst haben, entschließen wir uns kurzerhand die 15km dorthin vor dem Abendessen noch in Angriff zu nehmen. Da wir erst 18 Uhr dort angekommen ist es natürlich geschlossen. Aber dafür haben wir diese spektakuläre Kulisse in der Abendsonne mit einer Handvoll Touris für uns allein.

Zurück im Hotel und dem Parken der Motorräder im Innenhof des Hotels wird der Abend mit Guinness beendet (Caledonia gibt es hier leider nicht).

Einen Film der Tour gibt es: HIER


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