Wenn wir nicht gerade bei Freunden in Turin unterkommen ist das motorradfreundliche Hotel des Alpes in Rosta unser bevorzugtes Quartier in dieser Gegend, von wo aus tolle Touren in die Italienischen und Französischen Alpen möglich sind. Diesmal gerate ich in eine Sackgasse, die aber viel Fahrfreude bringt und


Land / Region:
Italien / Piemont

Charakter:
Straße

Länge:
275

Reisezeit:
Mai bis September



... Kurvenspaß ohne Ende!

Mein Ziel ist der Colle del Nivolet, dessen Passstraße inmitten der Berge des Gran Paradiso endet, die das Piemont vom Aostatal trennen.

Ein kurzes Stück fahre ich auf der SS25 bis Rivoli, hier biege ich links nach Alpignano ab. Jetzt geht es der SP178 , SP177 uns SP181 mit wenig Verkehr durch typisch Piemonteser Dörfer und kleine Städtchen wie Brione und La Cassa nach Norden. Durch Villanova Cannavese, Rocca Canavese und Rivara komme ich nach Cuorgnè. Hier fahre ich auf der SS460 dem Flüsschen Orco entlang bergauf nach Ceresole und am gleichnamigen Lago vorbei. Trotz Wochenende ist recht wenig Verkehr, vielleicht auch wegen des mäßig einladenden Wetters: es tröpfelt gelegentlich ein bisschen aus dem grauen Himmel. Die tolle Landschaft und das gut ausgebaute Sträßchen entschädigt voll für dieses kleine Manko.

Die SP50 bringt mich nun in die wirkliche Passstraße mit gefühlt hunderten Kurven und Kehren. Und von 1600m (Lago di Ceresole) hinauf zu 2612m an der Passhöhe.

Da wartet eine gut geführte Berghütte mit Restaurant auf mich: das Refuge Savoie, das mir zeigt, dass wir hier bereits sehr nahe an den Savoyer Alpen sind, der Col d’Agnel ist zwar zu sehen, aber nicht erreichbar!

Nach einer Stärkung im Refuge bleibt nur der Rückzug auf der glichen Strecke – das lässt aber keinerlei Langeweile zu, denn die Landschaft und die Kurven sind in Gegenrichtung genauso schön und interessant.

Damit es trotzdem nicht komplett die gleiche Strecke zurück geht, biege ich bei Vigna nicht nach links von der SP22 ab sondern fahre geradeaus Richtung Moletto und Lanzo Torinese auf der SP2. Zwischenziel ist nun hinter Viù der Col San Giovanni. Nichts Spektakuläres, aber toll zu fahren durch Wälder und kleine Dörfer weiter zum Colle del Lys.

Es macht einfach Spaß, auf dieser kleinen kurvigen Straße (SP197) zurück nach Rosta zu rollen und über Avigliana das Piemont zu genießen.

Auf dieser Runde habe ich 275km hinter mich gebracht und hatte 6 ½ Stunden auf dem Sitz meiner R1200RT verbracht.


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